Kampf dem Denglisch: Muttersprache Deudsch?

Muttersprache Deudsch?

Meine neueste Veröffentlichung zum Thema Denglisch in Bild der Wissenschaft.

Dem Kampf gegen diese unsägliche Sprachpanscherei gehört (derweil ich korrespondenz- und konversationssicher nicht nur des Englischen mächtig bin, sondern auch des Französischen und – konversationssicher – Italienisch spreche) meine ganze tiefste Leidenschaft.

Gerade das „Sale“-Bild wird sicher noch einer meiner Bestseller werden (äh, Tschuldigung, eines meiner meistverkauften Bilder).

In einer Jugendzeitschrift

In der Tagespresse

Aber auch der „Wurst-Shop“ ist echt klasse. Als ob es in ganz Deutschland keine Bratwurstbude mehr gäbe …

Deutsches Sprach', schweres Sprach' ....

Denglisch - everywhere

Wohlgemerkt: Ich bin für Weltoffenheit, für das Beherrschen von Fremdsprachen, für das Verständnis (auch verbal) der Nationen. Aber Denglisch, das ist nicht weltoffen, das ist kleingeistig und kleinkariert. Das ist pseudo-international. Das ist Spießertum und Spießigkeit hoch fünf. Die „Kreateure“ dieseser Anglismen (über die sich native speakers, anglophone Muttersprachler also, geradezu totlachen) sind einfach nur bemitleidenswerte Idioten.

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5 Antworten to “Kampf dem Denglisch: Muttersprache Deudsch?”

  1. Peter Ambros Says:

    Alles gut gemacht. Wo wird die „Hallo Welt“ produziert?

    Ich stimme zu, daß das Erlernen von Fremdsprachen ein Gewinn ist (sein kann) aber in meiner Heimat habe ich ein Recht auf meine Muttersprache. Viele Kritiker der Sprachentwicklung klagen auch nicht über Englisch, sondern über das Denglisch, oder überhaupt über das Ersetzen unserer Muttersprache durch englische oder pseudoenglische Begriffe.

    Das leidige „Handy“ hatten wir schon. Aber den von manchen Leuten heiß verteidigten „Beamer“ gibt es im Englischen nicht. Und warum heißt – vor allem an der Uni – jedes Flugblatt, Faltblatt, Informationszettel usw. „Flyer“?
    Warum die Fahrkarte, Eintrittskarte, Theaterkarte, Kinokarte „ticket“ während ausgerechnet der Strafzettel (noch) überwiegend so heißt, obwohl der im Englischen auch unter „ticket“ fällt?

    Welchen Mehrwert eine derartige Entwicklung für die Sprache, aber auch für das Land beringen soll, kann mir niemand überzeugend erklären.

    • rothfranz Says:

      „Hallo Welt“ erscheint im Domino-Verlag.

      Man ist ja selbst nicht so ganz frei vom Gebrauch von Anglismen. Ich spreche auch von „Flyer“ und „Newsletter“ und ertappe mich gelegentlich dabei, nach dem treffenden deutschen Ausdruck zu suchen. Wenn wir „Prospekt“ oder „Katalog“ sagen, dann ist das eigentlich auch fremdsprachlich.

      Das Problem ist m.E. die Inflation des Englischen in allen Lebensbereichen. Und das eben mit Begriffen, die es richtig Englisch gar nicht gibt, etwa das „Handy“ (heißt „portable“ oder „mobile phone“). Andererseits: „Mobiltelefon“ ist auch nicht deutsch. Und „tragbarer Fernsprecher“ verdammt lang und klingt komisch.

      Das Witzige am „Sale“-Foto: auch das Wort „Reduziert“ ist keineswegs ein deutsches Wort. Bloß, an dem stört sich keiner. Was über die Jahrhunderte aus Latein oder Griechisch in die deutsche Sprache eingeflossen ist, das ist weitgehend akzeptiert (= angenommen, anerkannt).

    • rothfranz Says:

      Am schlimmsten sind die „Kombinationen“ aus deutschen und englischen Begriffen, eben der „Wurst-Shop“. Noch schlimmer der „Back-Shop“. Ist das nun der „Rückwärtige Laden“? Fehlt noch, daß mal einer einen „Drogerie-Shop“ aufmacht. Den könnte er sinnvollerweise gleich „Drugstore“ nennen.

  2. Horst Says:

    und was sagt uns das wieder….nicht nur das super duper bild ist erfolgreich, sondern auch der schnappschuss aus dem leben.

    • rothfranz Says:

      Lieber Horst,

      die Fotos aus dem wahren Leben haben immer Bestand. Siehe auch den Artikel „Den Alltag im Fokus“.

      Zeitthemen behandeln, aber nicht zeitgeistig sein, auch nicht in der Darstellung. Du weißt schon, die berühmten zwei Blenden drüber und die „dauergrinsenden Gesichtsvermieter“. Halt „Mainstream“, um beim Thema zu bleiben …

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