Archive for the ‘Kunst’ Category

Kloster Gräfinthal im Saar-Pfalz-Kreis

29. Oktober 2013

Kloster Gräfinthal ist ein zum Bistum Speyer gehöriges Priorat der Benediktiner im Saar-Pfalz-Kreis (bei Bliesmengen-Bolchen, Gemeinde Mandelbachtal). Entstanden ist das Kloster im 13. Jahrhundert als eine Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel.

Nach Gräfinthal führt auch eine Etappe des Jakobsweges ab Kloster Hornbach in der Südwestpfalz.

Dabei kommt man auch über Medelsheim und Böckweiler mit ihren mittelalterlichen Kostbarkeiten.

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Nürnberger Herbst-Impressionen

8. November 2011

Nürnberg - Hauptmarkt

Der Herbst ist die Jahreszeit, in der wir uns wieder etwas mehr unserer Stadt Nürnberg widmen. Denn der Garten geht nun langsam aber sicher in den Winterschlaf, so daß es hier dann nicht mehr allzuviel zu tun gibt und wir die Zeit haben, uns auch filmisch unseren anderen Sujets stärker zuzuwenden.

Das Männleinlaufen an der Frauenkirche

Seit 1509 gibt es das mechanische Glockenspiel am Turm der Nürnberger Frauenkirche.

Jeden Tag um Punkt zwölf Uhr mittags tritt im Turm der Nürnberger Frauenkirche das Glockenspiel in Aktion und die Kurfürsten umrunden drei mal den Kaiser.

Man sollte frühzeitig genug da sein, um einen guten Standpunkt für Filmaufnahmen zu finden. Zeit genug, noch vorher ein bißchen Footage zu drehen.

Der Johannisfriedhof

Der mittelalterliche Johannisfriedhof ist eine der besonderen Sehenswürdigkeiten Nürnbergs. Hier ist u.a. Albrecht Dürer bestattet. Auch der Bildhauer Veit Stoß, der für den Englischen Gruß und das Sakramentshäuschen in der Lorenzkirche verantwortlich zeichnet. Und auch Anselm Feuerbach (der Richter, nicht der Maler) fand hier seine letzte Ruhestätte. Anselm Feuerbach hatte das Findelkind Kaspar Hauser bei sich aufgenommen.

Ein Bekenntnis zur Handkamera – An ihr scheiden sich die Geister wie an kaum etwas anderem im Bereich Film und Video. Lars von Trier hat sie zum Dogma erklärt und Jean Luc Godard hat mit ihr „À bout de souffle“ (Außer Atem) gedreht. Andere verteufeln sie als unprofessionell, bezeichnen so gedrehte Filme als Kopfschmerz-Kino oder Schwindelanfalls-TV. Es ist ein „Philosophen-Streit“ um ein filmisches Stilmittel und eine Ausdrucksmöglichkeit. Und um eine manchmal schlicht und ergreifend Notwendigkeit. Dann nämlich, wenn der Einsatz eines Statives nicht möglich, verboten oder sonstwas ist.

Der Rochusfriedhof

Wie auch der Johannisfriedhof ist der Rochusfriedhof im Stadtteil Gostenhof einer der mittelalterlichen Friedhöfe Nürnbergs. Auf diesem Friedhof liegt Martin Behaim begraben, Nürnbergs großer Seefahrer und Erfinder des Globus, ein Zeitgenosse Christopher Kolumbus.

Der Tugendbrunnen

Gar nicht so tugendhaft wie es uns sein Name suggerieren will, der Nürnberger Tugendbrunnen, sprudelt doch aus den Brüsten der weiblichen Bronzefiguren das Wasser.

Allerdings verkörpern die allegorischen Frauenfiguren in der Tat Tugenden, wie Glaube, Liebe, Hoffnung, Tapferkeit oder Gerechtigkeit.

Der Brunnen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Lorenzkirche (mit dem berühmten Englischen Gruß von Veit Stoss) in der Nürnberger Altstadt. Auch benachbart ist das Nassauer Haus.

Geschaffen wurde dieses Kunstwerk der Spätrenaissance von 1584 bis 1589 von dem Bronzegießer Benedikt Wurzelbauer.

Die Lorenzkirche

Die Lorenzkirche in Nürnberg ist eine der großen Hauptkirchen der Stadt. Berühmt der Englische Gruß des Bildhauers Veit Stoß. „Englisch“ ist hierbei so zu verstehen: Gruß des Engels. Die Lorenzkirche ist wie auch St. Sebald seit der Reformation evangelisch.

Von der Leidenschaft des Sammelns

17. August 2011

Zur Goldenen Hochzeit meiner Eltern

… schenkten wir Ihnen zwei Nürnberger Brautkelche.

Diese für Nürnberg typischen kunsthandwerklichen Produkte stehen symbolhaft für eine glückliche Ehe. Und neben dieser Symbolhaftigkeit für 50 Jahre glückliches Eheleben passten diese beiden Stücke auch ganz hervorragend in die Sammlung meines Vaters.

Ein Teil der Sammlung meines Vaters

Bierkrüge, aus Porzellan oder Zinn, waren seine Leidenschaft gewesen. Wo immer er solch interessanten Stücke erwerben konnte griff er zu. Wobei er die üblichen Kitsch-Krüge mied und immer auf der Suche nach Stücken war, die in Form oder motivlicher Gestaltung außergewöhnlich waren.

Das Regal in der Eßdiele meines Elternhauses

Die Leidenschaft des Sammelns, die kennen auch meine Frau und ich. Auch wir sind deshalb immer auf der Suche. Nach Kunst und Krempel, wie sich auch eine Sendereihe des Bayerischen Fernsehens nennt.

Die Villa Löser wird kaum noch zu retten sein

22. November 2010

Im letzten Jahr schon hatte ich über das dereinst schönste Haus der Stadt Pirmasens in der Südwestpfalz berichtet. Und irgendwie hatte man doch die Hoffnung gehegt, daß dieses architektonische Kleinod vor einem unwürdigen Tod bewahrt werden könne.

Die Villa Loeser befindet sich in erbärmlichem Zustand

Aber ein Jahr später, im Herbst des Jahres 2010, präsentiert sich das Haus in einem erbarmungswürdigen Zustand. Es gelitten durch den harten Winter 2009/2010. Fenster sind zerschlagen oder stehen einfach offen. Es drängt sich der Eindruck auf, man will das Haus garnicht erhalten.

Und die Auffassung wird auch dadurch bestärkt, daß der bislang einzige Interessent, eine Firma, dieses Juwel nur auf Abriß erwerben will! Um einen Supermarkt zu bauen? Einen Schuhverkauf? Ein sonstiges Gewerbeobjekt?

Ein paar Zahlen und Fakten:

Zur Zeit wäre das Gebäude für 80.000,– € zu erwerben. Ein Käufer könnte ggf. (wenn er ein Erhaltungskonzept vorlegt) mit einem Entgegenkommen der Stadt Pirmasens rechnen (die Hauptgläubiger in der Erbschaftssache ist). Für einen Erhalt und Instandsetzung ist von zusätzlichen Investitionen in Höhe von ca. 600.000,– € auszugehen.

Doch offensichtlich ist auch keiner der in Pirmasens reichlich vorhandenen Millionäre bereit, etwas zum Erhalt des Gesichtes seiner Stadt beizutragen. Auch nicht der Rotary Club, der dereinst (oder war’s der Lions Club?) mit dem im Volksmund „Ochsenbrunnen“ genannten pompösen Brunnen an den Schloßtreppen nicht genug „klotzen“ konnte.

Der pompöse Schloßbrunnen mit der Stierplastik

Nur für ein wirkliches und echtes Stück des alten Pirmasens scheint niemand ein Herz zu haben. Für ein Kleinod, das jede andere Stadt dieser Welt wie ihren Augapfel hegen würde. Nicht so bislang in Pirmasens.

Ich bin Pirmasenser und mir blutet das Herz, zu sehen, wie ein Stück ihres Gesichtes wohl verschwinden wird. Verschwinden soll?

Ich möchte es mal so sagen, sehr scharf formuliert, aber in meinen Augen sehr treffend: Pirmasens, eine Stadt schafft sich ab!