Archive for the ‘Mystische Orte’ Category

Bayern im Bild – neue Filme

2. Juli 2011

Bayern im Bild, diesem Thema möchte ich verstärkt wieder meine Aufmerksamkeit widmen. Ganz besonders im Film. Und so präsentiere ich hier einige Clips, die für meine Leser und Zuschauer vielleicht von Interesse sein könnten. Auch als Ausflugs-Tipps für die Ferienzeit. Einige zum Teil wenig bekannte Reiseziele in Bayern.

Beginnen wir mit einem Feature über Erasbach in der Oberpfalz, dem Geburtsort des Komponisten Ritter von Gluck.

Gluck galt zu seiner Zeit als ein Erneuerer der Oper. Und so lohnt ich ein Besuch von Erasbach allemal. Ein Ort, an dem man üblicherweise vielleicht achtlos vorbeifahren würde.

Beim Dreh am Denkmal vor dem Ort

Fresken aus dem Jahr 1310 in Kottingwörth im Altmühltal und Deutschlands ältestes Chorgestühl

Kottingwörth im Altmühltal und Seligenporten (auch in der Oberpfalz) warten mit kulturhistorischen Besonderheiten auf.

So finden wir in der Pfarrkirche St. Vitus in Kottingwörth …

Sankt Vitus

… mittelalterliche Fresken aus dem Jahr 1310 und in der Pfarrkirche von Seligenporten, der Kirche des ehemaligen Klosters, das älteste Chorgestühl Deutschlands.

Neue Reihe Pfälzer Impressionen

Auch eine neue Reihe über lohnende Ziele meiner Pfälzer Heimat habe ich in Angriff genommen. Beginnen wir hier mit einem Film über das Schloß in Zweibrücken, das im Übrigen auch in einer Verbindung zu Bayern steht: ist es doch das Schloß der Wittelsbacher Linie Simmern-Zweibrücken und der Gebortsort des Königs Ludwig I. von Bayern.

Die Villa Löser wird kaum noch zu retten sein

22. November 2010

Im letzten Jahr schon hatte ich über das dereinst schönste Haus der Stadt Pirmasens in der Südwestpfalz berichtet. Und irgendwie hatte man doch die Hoffnung gehegt, daß dieses architektonische Kleinod vor einem unwürdigen Tod bewahrt werden könne.

Die Villa Loeser befindet sich in erbärmlichem Zustand

Aber ein Jahr später, im Herbst des Jahres 2010, präsentiert sich das Haus in einem erbarmungswürdigen Zustand. Es gelitten durch den harten Winter 2009/2010. Fenster sind zerschlagen oder stehen einfach offen. Es drängt sich der Eindruck auf, man will das Haus garnicht erhalten.

Und die Auffassung wird auch dadurch bestärkt, daß der bislang einzige Interessent, eine Firma, dieses Juwel nur auf Abriß erwerben will! Um einen Supermarkt zu bauen? Einen Schuhverkauf? Ein sonstiges Gewerbeobjekt?

Ein paar Zahlen und Fakten:

Zur Zeit wäre das Gebäude für 80.000,– € zu erwerben. Ein Käufer könnte ggf. (wenn er ein Erhaltungskonzept vorlegt) mit einem Entgegenkommen der Stadt Pirmasens rechnen (die Hauptgläubiger in der Erbschaftssache ist). Für einen Erhalt und Instandsetzung ist von zusätzlichen Investitionen in Höhe von ca. 600.000,– € auszugehen.

Doch offensichtlich ist auch keiner der in Pirmasens reichlich vorhandenen Millionäre bereit, etwas zum Erhalt des Gesichtes seiner Stadt beizutragen. Auch nicht der Rotary Club, der dereinst (oder war’s der Lions Club?) mit dem im Volksmund „Ochsenbrunnen“ genannten pompösen Brunnen an den Schloßtreppen nicht genug „klotzen“ konnte.

Der pompöse Schloßbrunnen mit der Stierplastik

Nur für ein wirkliches und echtes Stück des alten Pirmasens scheint niemand ein Herz zu haben. Für ein Kleinod, das jede andere Stadt dieser Welt wie ihren Augapfel hegen würde. Nicht so bislang in Pirmasens.

Ich bin Pirmasenser und mir blutet das Herz, zu sehen, wie ein Stück ihres Gesichtes wohl verschwinden wird. Verschwinden soll?

Ich möchte es mal so sagen, sehr scharf formuliert, aber in meinen Augen sehr treffend: Pirmasens, eine Stadt schafft sich ab!

Herbstausflug

22. Oktober 2010

Ein Herbstausflug im Pfälzerwald in der Südwestpfalz (Hackmesserseite und Westrich) und im angrenzenden Lothringen (Region Lorraine, Department Moselle, 57, Pays de Bitche, Bitscherland).

Dreiteiliger Film.

Teil 1 ist die Abfahrt und die Fahrt bei regnerischem Wetter von der Hackmesserseite Richtung Eppenbrunn. Wir passieren bei Kröppen die deutsch-französische Grenze und erreichen mit Walschbronn den ersten Ort in Frankreich.

Teil 2: Die Fahrt geht nach Schorbach (der Besuch des dortigen Beinhauses und der Pfarrkirche Saint-Remi ist Teil 3 des Filmes). Wir erleben Pferde auf der Weide, robuste Haflinger. Und auf der Rückfahrt im wolkenverhangenen Himmel die Windräder auf den stürmischen Höhen der Hackmesserseite bei Vinningen (in der Nähe von Pirmasens).

Teil 3 des Filmes befaßt sich mit dem Ossuaire von Schorbach, ein Beinhaus aus dem 11. Jahrhundert im romanischen Baustil. Ein kulturhistorisches Kleinod, das man nicht achtlos passieren sollte. Ein heiliger Ort, ein Ort der Besinnung und der stillen Einkehr.

Nach altem Volksglauben konnte nur der die ewige Seligkeit erlangen, der bis zum Jüngsten Tag in (bzw. auf) geweihter Erde ruhte. Und deshalb wurden, da man den Platz für neue Beisetzungen brauchte, die Gebeine der Toten exhumiert und in Beinhäusern auf dem Friedhof aufbewahrt.

Schorbach liegt unweit von Bitche (Bitsch) mit seiner von Vauban erbauten Zitadelle, die auch unbedingt einen Besuch lohnt.

Und  noch ein Stück weiter südlich, an der Grenze zum Elsaß finden wir mit dem Pierre des Douze Apôtres, einem christianisierten Menhir einen weiteren geheimnisvollen und mystischen Ort.

Auch auf der deutschen Seite der Grenze finden sich die sogenannten Lothringer Kreuze in den Gemarkungen, so wie dieses hier bei Kröppen.

Und im Nachbarort Vinningen, versteckt und nur schwer zu finden, die sog. Mardellen, dolinenartige Einstürze, ein Biotopn für Lurche, Frösche und Libellen.

Mardellen sind natürliche Absenkungen auf Hochflächen. Die Dolinen sind meist wassergefüllt und sumpfig. Die Mardellen von Vinningen im Landkreis Südwestpfalz liegen am Ortsrand Richtung Obersimten auf den Äckern der Hochebene. Vinningen liegt am Rand des Pfälzerwalds auf der Hackmesserseite. Der Name der Hackmesserseite rührt daher, daß in der Französischen Revolution eine Reihe der Dörfer in dieser Grenzregion zu Frankreich sich dem französischen Staat als zugehörig erklärt hatten. Zum Dank erhielten sie dafür eine Guillotine, im Volksmund „Hackmesser“ genannt.

Pannonienreise – Streifzüge im zeitigen Frühling rund um den Neusiedlersee

24. Februar 2010

Es wird Frühling werden. Das ist sicher. Zeit, sich schon mal ein paar Gedanken zu machen, wohin man denn mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und der aus der heuer strengen Winterstarre wieder neu erwachenden Natur wohl ausschwärmen könnte. Auf meinem Natur-Blog und meinem Foto-Blog habe ich schon Pannonien ins Gespräch gebracht. Das Burgenland im Osten Österreichs. Nach unseren persönlichen Erfahrungen kann man dort bereits auf Wärme und „outdoor living“ hoffen, wenn es zum Teil in unseren Gefilden nochmal winterlich werden kann. Grund genug, ein paar Gedanken zu verschwenden an eine frühe Reise nach Pannonien. Grund genug, bereits ein paar Gedanken daran zu verschwenden, was es dort denn wohl so alles gibt. An Sehenswürdigkeiten, an Kultur und natürlich auch an Gastronomie. Begeben Sie sich deshalb mit uns auf eine kleine Rundreise. Wir haben so ein bißchen was an Informationen für Sie „gepackt“, die Appetit machen mögen auf eigene Erkundungen.

Dazu haben wir zunächst zwei kleine Clips:

Wenn Ihnen das bereits Lust aufs Burgenland gemacht hat, dann schauen Sie doch auch bei Burgenland.at vorbei. Dort erhalten Sie auch Informationen über Unterkünfte.

Ich selbst möchte fortsetzen mit einigen Zielen, die wir selbst für lohnenswert ansehen. Und mit ein paar ganz persönlichen Emotionen, die wir mit dem Burgenland verbinden.

Die Rückkehr der Störche

Der Storch ist das Wappentier des Burgenlandes. Und dessen Eückkehr aus den Winterquartieren in Afrika kann man mit Glück bei einer Frühlingsreise ins Burgenland miterleben.

Die Störche sind wieder da

Sie werden Jahr für Jahr im Land um den Neusiedlersee sehnsüchtig erwartet. Alles liegt sozusagen auf der Lauer. Wer sieht den ersten Rückkehrer? Wer hat das Glück, ihn im Foto festzuhalten? Welches Nest wird als erstes bezogen? Wer hat das Glück, das erste Paar auf seinem Schornstein sitzen zu haben?

Im Anflug auf Rust

Oft genug müssen sich die Vögel bei ihrer Heimkehr ins Burgenland noch durch Gewitterfronten schlagen. Und demgemäß sehen einige bei ihrer Ankunft ganz schön zerzaust aus. Aber sie haben es geschafft. 

Wer das Glück hat, das miterleben zu dürfen, das erste Geklapper der Schnäbel hoch oben auf dem Kamin, der wird das immer in Erinnerung behalten. Diese Spannung. Wann kommen sie? Dieses Entgegenfiebern. Es ist einfach ein Erlebnis. Und auch Jahr für Jahr der einheimischen Presse den Aufmacher wert.

Nationalpark Seewinkel

Überhaupt kommen Vogelfreunde am Neusiedlersee auf ihre Kosten.

Vogelschutzgebiet Nationalpark Seewinkel

Der Nationalpark Seewinkel am Ostufer des Neusiedlersees ist Brutgebiet und Lebensraum einer Vielzahl von Wasservögeln. Die sumpfigen Bracken bieten Unterschlupf und Nahrung. Ausgerüstet mit einem guten Fernglas lassen sich die Tiere beobachten. Denn betreten werden dürfen ihre Reviere selbstverständlich nicht. Und wer die richtige Ausrüstung hat, der kommt auch als Fotograf oder Filmer zu guten Schüssen. Weitere Infos zum Nationalpark.

Alte bäuerliche Kultur

Wer offenen Auges im Burgenland unterwegs ist, kann in dieser alten Kulturlandschaft ein paar Dinge entdecken, die man andernorts so nicht findet.

Tschardaken bei Halbthurn

Wie etwa die Tschardaken. Das sind Maisspeicher aus Holz. Im Bild oben die von Halbthurn, begleitet von einer weiteren Besonderheit des Burgenlandes, den sogenannten Kellerhäusern, in denen z.B. der Wein gelagert wird. Ihren Namen verdanken die Trockenspeicher für (hauptsächlich) Mais („Kukuruz“) wegen ihrer Ähnlichkeit den ehemaligen Wachthäusern an der Militärgrenze der alten k.u.k. Donaumonarchie zum Osmanischen Reich.

Der Purbacher Türke

In Purbach am Neusiedlersee gibt es nicht nur ein Türkentor. Berühmt ist auch der Purbacher Türke.

Der Purbacher Türke

Die Figur auf einem Kamin ist nicht leicht zu finden. Trotz Ausschilderung. Aber ein nettes Kuriosum zur Geschichte der Türkenkriege. Seine Geschichte ist hier nachzulesen.

Viele Völker im Burgenland

„Kakanien“, die Donaumonarchie, war ein Vielvölkerstaat. Und auch im heutigen Burgenland gibt es nationale Minderheiten. Ungarn, Kroaten und andere. Und es gibt Dörfer, die überwiegend von einer Nationalität bewohnt werden.

Ein jahrhundertealtes Taubenhaus

So etwa Oslip, ein kroatisches Dorf. Mit der restaurierten Cselley-Mühle verfügt es über ein bemerkenswertes Kultur- und Aktions-Zentrum mit einer Vielzahl interessanter Veranstaltungen.

Pannonisches überall …

Irgendwie ist das Burgenland überall schon wie ein Stück von Ungarn. Im Baustil. In der Küche. Es ist irgendwie das alte Deutsch-Westungarn geblieben, das es zu Habsburger Zeiten gewesen ist.

Die Nikolauszeche in Purbach

Die pannonische Küche zum Beispiel ist geprägt durch viele Einflüsse. Die Ungarn, die Kroaten, die Slowenen oder die Serben haben ihre Spuren in den Kochtöpfen hinterlassen. Und auch die Türken. Man nehme nur die vielen Sorten und Arten des Kaffees, die es nicht nur in Wien gibt. Wir sind hier nicht nur am nördlichen Rand der ungarischen Tiefebene, wir sind hier am Beginn des Balkan. Hier beginnt Südosteuropa. Hier ist immer noch „Kakanien“. Nostalgisch schön.

Siehe auch:

Geheimnisvolle Steine