Posts Tagged ‘Artenvielfalt’

Die Brennessel – beileibe kein „Unkraut“

28. Januar 2010

Große Brennnessel (Urtica dioica)

Jeder kennt sie und kaum einer mag sie. Die Brennessel. Sie gilt als Unkraut und ist im Garten nicht gerne gesehen. Dabei ist sie wichtig für den Hobby-Gärtner. Zum einen signalisiert ihm der Standort der Pflanze, daß er dort guten stickstoffreichen Boden hat …

Die Brennessel gedeiht gut am Kompost

… zum andern ist sie von größter Wichtigkeit, wenn ich in meinem Garten gerne bestimmte Arten von Schmetterlingen haben möchte. Denn die Raupen bestimmter Arten, wie die des Tagpfauenauges, ernähren sich ausschließlich von Brennesseln. Und dort erfolgt auch die Eiablage.

Tagpfauenaugen auf weißem Sommerflieder

Die Raupen leben in Kolonien an der Brennessel, ihrer einzigen Futterpflanze.

Sie fressen sich an den Blatträndern und den Blattnerven entlang. Dort befinden sich keine Brennhaare an der Pflanze.

Tagpfauenauge, Falter des Jahres 2009

Das Tagpfauenauge war übrigens Falter des Jahres 2009.

Anstatt sie zu bekämpfen sollte man sich der Nützlichkeit der Brennessel bewußt sein. Denn außer, daß sie Futterpflanze für die schönsten einheimischen Falter ist, ist sie auch bereits seit mehr als 2.000 Jahren eine Heilpflanze in der Volksmedizin. Sie enthält Vitamine, Eisen, Kalium und Kalzium. Sie kann zu Tees verarbeitet werden oder zu Salaten. Sie kann gar als Gewürz zur Verfeinerung in der Küche dienen. Selbst bei der Käseherstellung wird sie als pikante Dreingabe genutzt. Ganz zu schweigen davon, daß sie in Kosmetik und Medizin in vielen Cremes und Tinkturen zur Anwendung kommt. Und Brennesseljauche ist ein hervorragender natürlicher Dünger.

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Hobbyisten gut aufgepasst: Auch 2010 bieten wir wieder unsere sehr beliebten Kurse für Natur-Fotografen und Natur-Filmer an

28. November 2009

Fotojagd auf Insekten und Vögel

Unsere Kursangebote für 2010

Achtung, liebe Hobby-Fotografen und Hobby-Filmer, auch im kommenden Jahr werden wir in unserem naturnahen Bauerngarten in der Südwestpfalz bei Pirmasens wieder für Interessierte Kurse für Naturfotografie und Naturfilm anbieten.

Das Thema wird sein: Heimische Vögel, Schmetterlinge und Insekten

Unser Garten, in dem wir auch für unsere kommerziellen Ratgeber und Services produzieren, zeichnet sich durch eine sehr große Artenvielfalt in Flora und Fauna aus.

Besonders in den Monaten Juli, August und September, wenn der Sommerflieder (Schmetterlingsstrauch) in voller Blüte steht, bietet er ungezählten Faltern, auch besonders schönen Edelfaltern, einen Lebensraum und Nahrung.

So bieten wir in eben diesen Monaten (Juli, August, September) insgesamt drei Seminare an. Es sind Wochenend-Seminare mit der Dauer von Freitagnachmittag bis Sonntag mittags.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf fünf pro Kurs.

Die Teilnahmegebühr (exclusive Unterkunft und Verpflegung) beträgt 250,– Euro pro Teilnehmer.

Die genauen Termine stehen in direkter Abhängigkeit von einer ausreichenden Zahl an Anmeldungen und auch Ihren eigenen Terminwünschen. Sobald uns planungsfähige Daten vorliegen, werden wir die Fix-Termine bekanntgeben.

Wir erbitten Ihre Anfragen mit Ihren Terminwünschen aus organisatorischen Gründen bitte ausschließlich schriftlich an folgende Adresse:

Franz Roth
Postfach 12 03 08
D – 90110 Nürnberg

oder per Mail: info@franz-roth-presse.de

Zu Unterkünften im Raum Pirmasens werden Sie der Südwestpfalz-Touristik fündig. Verbinden Sie den Kurs mit einem Urlaub in einer von Deutschlands schönsten Regionen.

Einige Empfehlungen von uns:

  1. Gasthaus Neupert, Lemberg
  2. Landgasthof Grafenfels, Lemberg-Langmühle
  3. Hotel „Alt Pirmasens“, Pirmasens
  4. Hotel Kunz, Pirmasens-Winzeln
  5. Dorfschenke, Pirmasens-Winzeln
  6. Hotel Kupper, Eppenbrunn

Wir empfehlen unsere weiteren Artikel zum Thema:

  1. O.g. Mitteilung auf meinem Natur-Blog
  2. Ausrüstung für Naturfotos
  3. Dto. auf meinem Reise-Garten-Natur-Blog
  4. Die Ausrüstung des Naturfotografen
  5. Tipps für Filmer und Fotografen
  6. Tipps für die Naturfotografie
  7. Lust auf Schmetterlinge?

Zum Abschluß noch ein paar „Appetizer“

Vögel im Bauerngarten

3. Juni 2009

Im naturnahen Bauerngarten herrscht Artenvielfalt. Und so kann man  die unterschiedlichsten Vogelarten beobachten.

Elster (Pica Pica L.)

Elster (Pica Pica L.)

Wenden wir uns doch zuerst der Elster zu.

Wer in Google nach „Elster“ sucht, der wird erst mal beim Finanzamt fündig: anstatt Informationen zu dem Vogel, präsentiert sich an der ersten Ergebnisposition (und den dreien danach) die „elektronische Steuererklärung“! Na ja, das passt ja ganz gut zu der „diebischen Elster“. Und zu dem schlechten Ruf, den der Vogel genießt. Denn vermutlich hat – außer der Rabenkrähe – kein Vogel in Deutschland einen so schlechten Ruf wie die Elster. Sie gilt als Nestplünderer und Vogelmörder. Auch soll sie diebisch sein, und geschwätzig. Gleichzeitig sagt man ihr aber auch nach, klug zu sein.  Ob zu recht oder nicht – die Elster ist ein schöner und interessanter Vogel mit relativ differenziertem Verhalten und einem mehr oder weniger komplizierten sozialen System. Brutvögel bilden lebenslang haltende Paare und besetzen ein Revier. Nichtbrüter dagegen bilden größere Trupps, zu denen sich außerhalb der Brutsaison auch die Paare gesellen.

Ein weiterer häufiger gefiederter Geselle ist die Bachstelze (Motacilla alba).

Bachstelze auf dem Ausguck

Bachstelze auf dem Ausguck

Wie der Name schon vermuten läßt, ist die Bachstelze in Wassernähe zu finden. Sie benötigt aber den Lebensraum Wasser nicht unbedingt und ist daher ebenso häufig auf Wiesen, in Parks oder in Gärten anzutreffen. Im Garten ist sie ein richtiger „Ameisenvertilger“.

Bachstelze im Vogelbad

Bachstelze im Vogelbad

Unser ganzer Stolz ist unser Grünspecht, der uns nun schon zwei Jahre die Treue hält. Und wer ihn im Garten hat, braucht keine Ameisenöderfallen. Denn Ameisen sind die Leib- und Magenspeise des Grünspechts.

Aber auch die Kohlmeisen besiedeln unser Naturparadies in großen Scharen. Ein Film von einem Exemplar bei der Futtersuche.

Und noch ein Potpourri verschiedener Vogelarten. Auch die Elster von oben kommt drin vor.

Ähnlicher Artikel: Tiere und Pflanzen im herbstlichen Garten

Outdoor-Photography hat viele Facetten

25. Mai 2009
Outdoor photography

Outdoor photography

Draußen, unterwegs, in der Natur, im Garten, der Naturfotografie gehört meine große Leidenschaft. Outdoor Photography nennt sich das auf Neudeutsch. Und die hat viele Facetten.

Equipment

Equipment

Im Bild oben meine Standard-Ausrüstung für Outdoor, Natur und Action, die digitale Spiegelreflex Nikon D2H mit dem 2,8/300 mm Tamron Objektiv. Im Bild mit dem 1,4-fach Extender (was eine Brennweite von 420 mm ergibt) und dem Nikon Zwischenring PK-13, mit dem man auf Schmetterlingsjagd gehen kann ohne die Fluchtdistanz der scheuen Falter zu unterschreiten (siehe übernächstes Foto, ein Ochsenauge auf Sommerflieder).

 

Die Bachstelze (Motacilla alba): Wie der Name schon vermuten läßt, ist die Bachstelze in Wassernähe zu finden. Sie benötigt aber den Lebensraum Wasser nicht unbedingt und ist daher ebenso häufig auf Wiesen, in Parks oder in Gärten anzutreffen. Im Garten ist sie ein richtiger „Ameisenvertilger“.

Bachstelze am Vogelbad

Bachstelze am Vogelbad

Details sehen und erkennen, umsetzen in Fotos. Ein Spinnennetz im Gegenlicht. Diese Details, die man auch an allen Ecken im eigenen Garten entdecken kann. Wenn’s ein Bauerngarten ist. Naturnah. Naturbelassen. Und somit von einer großen Artenvielfalt, sowohl was die Flora als auch was die Fauna, das Tierreich betrifft.

Feuergeißblatt und Spinnennetz

Feuergeißblatt und Spinnennetz

Auch in der Naturfotografie darf durchaus etwas „gemogelt“ werden. Photoshop ist durchaus erlaubt. Das Bild unten, im Original ein älteres grobkörniges SW-Negativ (Kodak Tri-X) wurde bearbeitet und ist heute eines meiner meistverkauften Poster.

Weißstorch im Flug, Rust, Burgenland

Weißstorch im Flug, Rust, Burgenland

Outdoor Photography kann sich auch mit Technik befassen. Technik in der Natur. In der Landschaft. Menschengemachte Natur. Oder aber auch Verschandelung der Natur durch die Erscheinungsformen des modernen Massentourismus. Denn über Skilifte kann man gar trefflich streiten. Besonders, wenn man die Skigebiete im Sommer sieht. Wenn nicht die weiße Winterpracht gnädig die Wunden zudeckt, die die Massen-Hype Wintersport den alpinen Landschaften gerissen hat.

Skilift

Skilift

Und auch das ist Outdoor Photography, Strandleben, Urlaub, Freizeit, Faulenzen, Strandschönheiten (von mir aus auch gerne Beach Beauties, wenn’s denn Denglisch sein muss).

An der Plage de Rochebonne in Saint-Malo

An der Plage de Rochebonne in Saint-Malo

Outdoor im weitesten Sinne ist es auch, wenn ich, zur sexy Illustration der Jahreszeiten, ein Mädchen in eine blühende Sommerwiese stelle oder setze (der Weichzeichner erzeugt eine romantische Stimmung) und dort ablichte. Oder lachend aber fröstelnd im Herbst neben einem kahlen Baum posieren lasse.

Der Weichzeichner-Effekt à la David Hamilton (Foto der rothaarigen jungen Frau in der Sommerwiese) kommt allen Unkenrufen zum Trotz auch heute noch gut an.
Es ist halt einfach so, daß Romantik und Romantisches immer Saison hat. Auch visuell. Es befriedigt die Bedürnisse der Menschen auch und gerade in wirtschaftlich nicht so guten Zeiten.
Träumen ist erlaubt.
 
Und dem Fotografen kommt dabei auch die Rolle zu, mit seinen festgehaltenen Augenblicken und Szenerien die Menschen zum Träumen anzuregen.
 

Zum Abschluß habe ich noch ein Veröffentlichungsbeispiel zu einem Themenbereich, den ich in der Naturfotografie so ziemlich am liebsten bearbeite: uralte Bäume, wie die 1.000-jährige Kunigundenlinde bei Kasberg in der Fränkischen Schweiz.

Diese „Patriarchen“ nötigen mir einfach tiefe Ehrfurcht ab.

Solche Fotos entstehen dann mit meinem zweitliebsten Objektiv, einem Sigma 2,8/17-35-mm-Zoom. 

Dieses lichtstarke Weitwinkel-Zoom ermöglicht auch an der digitalen Reflex mit ihrem Brennweitenverlängerungsfaktor noch einen großen Bildwinkel, um solche Naturmonumente in ihrer Gesamtheit zu erfassen.

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Die Nikon D2H mit 17-35 mm Sigma Zoom

Apropos Naturmonumente und Naturdenkmäler:

Seit Sommer diesen Jahres bin ich auch filmisch unterwegs. Und dafür gehe ich auf Spurensuche zu wenig bekannten, abseits gelegenen und versteckten Naturwundern. Ganz speziell auch in der Südwestpfalz, meiner ursprünglichen Heimatregion.

Ein solches Naturwunder ist das Biotop der Mardellen von Vinningen auf der Hackmesserseite im Westrich. Mardellen sind natürliche Absenkungen auf Hochflächen. Dolinen, meist wassergefüllt und sumpfig. Sie bieten Libellen, Salamandern und anderen Molcharten einen Lebensraum.

„Lebensraum Wasser“ ist übrigens ein länger angelegtes Projekt von mir.

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Am Wasser

Und zwar die Weiher und Wooge des Pfälzerwaldes. Dazu muß man wissen, daß alle stehenden Gewässer im Pfälzerwald künstlich angelegt sind. Es gibt dort keine natürlichen Stillgewässer. Die heute als Badeseen oder Fischteiche dienenden Weiher trieben in früheren Zeiten Mühlen an oder dienten der Holzdrift.

AM_SEEHOF

Bärbel am Mummelsee

 Für solche Projekte ist man natürlich sehr viel draußen unterwegs. Da braucht man Fotogepäck. Für meine „Vor-Erkundungen“ und die Location-Suche bin ich meist erstmal nur mit leichtem Gepäck unterwegs. Mit einer Lowe Pro Hüfttasche. Da drin sind die SLR mit dem 17-35-er Zoom, dem 1,4/85 mm Nikkor, dem 2,8/180 mm Nikkor und die Handycam.

15-09-2009-HOCHSTEL018Kopie

On assignment

Damit bin ich gerüstet für alle Eventualitäten, auch dafür, daß mir zufälligerweise das „Bild des Jahrhunderts“ vor die Linse kommen sollte. Wenn’s dann „richtig losgeht“, dann ist natürlich ein deutliches Mehr an Equipment dabei.

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Die "große Ausrüstung"

Im Regelfall ist das im Lowe Pro Phototrekker verstaut. Runde 20 Kilo Equipment lassen sich eben am besten und bequemsten auf dem Rücken transportieren, speziell, wenn man in der freien Natur unterwegs ist.  Ich verfüge aber über eine Reihe weiterer Taschen, die je nach Einsatzzweck und zu verstauenden Gerätschaften gepackt werden. Dazu gehört eine Tasche von Tamrac und eine von Camera Care Systems (CCS). Die Schultertaschen benutze ich in der Regel für Reportagen und Sport. Wenn man die Tasche auch mal schnell von der Schulter nehmen und abstellen muß. Bzw. wenn ein schneller Zugriff auf Ausrüstungsteile notwendig ist.

FOTOTASCHEN

Meine verschiedenen Fototaschen

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