Posts Tagged ‘Ausrüstung’

Abrüstung

12. Oktober 2010

Zeit, abzurüsten ...

Nein, nein, es geht nicht um militärische Abrüstung. Gleichwohl es um „lange Rohre“ geht und um Technik. Ganz konkret geht es um meinen Lowe Pro Phototrekker, der nun die ganze Sommersaison über wieder mein „treuer Begleiter“ gewesen war, und mich in des Wortes wahrster Bedeutung ganz schön belastet hat.

Als „Garten-Paparazzo“ ist er mir unverzichtbar, aber wenn der Herbst ins Land kommt, werde ich seiner, nun ja, ich möchte nicht sagen überdrüssig, aber er wird mir lästig. Zu schwer. Im Herbst ergeht es mir nicht anders als im Frühling: ich versuche „abzurüsten“, was die Fotoausrüstung angeht.

Es ist mir im Herbst aber sogar meine „Frühlings-Ausrüstung“ (s. Bild oben) noch zuviel. Das Licht wird (zeitlich geshen) weniger. Die Möglichkeit, mit den „langen Tüten“ zu arbeiten reduziert sich deshalb erheblich. Wozu sie also mitschleppen? Und das 2,8/300 mm von Tamron hat schon einige Kilo Gewicht, deren Fehlen sich angenehm bemerkbar machen.

Nicht einmal mein 400-er Novoflex findet jetzt noch Gnade vor meinen Augen. Nein, diese „Tüte“ ist mir jetzt auch einfach zu sperrig. Und ihre Lichtstärke von Blende 5,6 würde ihren Einsatz ohnehin auf ein Minimum beschränken. Damit kann man jetzt keinen Grünspecht mehr bei der abendlichen Futtersuche ablichten. Das wäre selbst mit dem Tamron ein Vabanque-Spiel.

Selbst das leichte Novoflex wird "eingemottet"

Aber meine Herbstmotive sind ohnehin eher weitwinkliger Art. Und journalistisch finde ich nun mehr Zeit für meine „Herzblutreportagen“.

Und für die bin ich auch mit den kürzeren Brennweiten gut bedient. Hier komme ich fast durchweg mit meinen beiden Sigma-Zooms 17-35 mm und 28-105 mm gut hin. Ergo werden jetzt tatsächlich (im Regelfall) alle Tele-Brennweiten und all meine Nikkore „eingemottet“ und wirklich nur dann rausgeholt, wenn ich sie wirklich und tatsächlich unabdingbar on location „draußen im Feld“ brauche.

Und so passt meine Fotoausrüstung komplett in die Lowe Pro Hüfttasche. So wie in den „good old times“, als ich zu ganzen Reportagen nur sie dabei hatte, mit meiner Nikon F2, dem 28-er, dem 85-er und dem 180-er. Zu sehen im Tableau oben im Bild ganz rechts am Strand von Neuharlingersiel in Ostfriesland.

Meine Video-Kameras

Keine Einschränkungen allerdings erlaubt sind heutigentags bei meiner Video-Ausrüstung. Da reicht die kleine Sony allein nun doch nicht mehr aus, die ansonsten noch locker in eine Tasche meiner Coreman-Anglerweste passt. Film und Video (siehe meinen YouTube-Kanal) sind zu einem elementaren Bestandteil meiner Arbeit geworden. Das ist normal im Multimedia-Zeitalter. Und deshalb muß die Canon eben auch mit. Die passt dan aber weder in die Hüfttasche, geschweige denn in die Anglerweste. Nun gut, die hängt dann eben am Trageriemen über die Schulter und liegt zum Transport dann halt auf dem Rücksitz. Geht schon.

Werbeanzeigen

Nochmal zum Thema Kamerataschen

21. April 2010

Meine neu zusammengestellte Ausrüstung für Film und Foto

„What is in my bag?“ ist der Titel eines Artikels, den ich zum Thema Ausrüstung und Transportmittel für die Naturfotografie und den Naturfilm geschrieben hatte. Damals hatte ich noch ein ziemlich umfangreiches Fotogepäck beschrieben, das ich benutze. Zwischenzeitlich aber (man wird ja älter, nicht?) habe ich sowohl die Zusammenstellung meiner Ausrüstung als auch die verwendeten Taschen überdacht. Um Gewicht zu sparen. Um sich nicht am Gepäck totzuschleppen. Und, um auf Reisen im Kofferraum auch noch Platz zu haben für das „normale“ Reisegepäck. Das man ja auch braucht.

Im Bild oben nun sieht man meine „neue“ Ausrüstung.

Das Foto-Equipment wurde „gestrafft“. Ich habe im Laufe des vergangenen Jahres festgestellt, daß ich in der Naturfotografie eher selten die mittleren Brennweiten benutze, das 85-er und das 180-er also, sondern vielmehr nahezu ausschließlich mit den langen Brennweiten (dem 400-er Novoflex Schnellschuß-Objektiv und dem 2,8/300 mm von Tamron) arbeite. Drum habe ich die „kurzen“ Tele aus dem Standard-Equipment „verbannt“. Das hat mich in die Lage versetzt, auf den Lowe Pro Phototrekker zu verzichten und meine Fotoausrüstung in meiner Barbour-Tasche unterzubringen. Das Novoflex ist dazu zerlegt in seine Teile Objektivkopf und Pistolengriff und daher gut zu verstauen. Neben den beiden Tele-Brennweiten habe ich nur noch das Sigma-Zoom 2,8/17-35 mm in der Tasche (ist in seinem Köcher unter dem Kameragehäuse der Nikon D2H verstaut. Und in den Vortaschen werden Speicherkarten, Ladegeräte, USB-Kabel etc. untergebracht.

Beide Tele passen in die Barbour-Tasche

Und meine Video-Ausrüstung, die Sony-Handycam, ist in der Lowe Pro Hüfttasche untergebracht. Zusammen mit einem platzsparenden kombinierten Tisch- und Schulterstativ on Cullmann, den Aufnahme-DVD’s, Ladegerät und benötigten Kabeln.

Auch mit dieser neu zusammengestellten Ausrüstung bin ich für all meine Aufnahmesituationen gerüstet …

… und habe dennoch Platz und Gewicht eingespart. Und jetzt passen auch mal, wenn’s etwas länger weggeht, auch mal wieder zwei Reisetaschen in den Kofferraum des Autos.

Siehe dazu z.B. auch das Ausrüstungsfoto in meinem Artikel über den Eichelhäher, wo man das zusammengebaute Novoflex und die Videokamera mit anmontiertem Schulterstativ sieht.

Es sind die Tele-Objektive, die man primär braucht

Es sind bestimmt 90% meiner Aufnahmen, die ich mit meinen beiden Telebrennweiten aufnehme. Am Tamron ist permanent der Extender SP 140 montiert, der die Brennweite um das 1,4-fache verlängert. Das sind (bei Verlust einer Blende an Lichtstärke) dann 420 mm. Unter Berücksichtigung des Brennweitenverlängerungsfaktors meiner D2H entspricht das (auf KB 24×36 bezogen) einer Brennweite von 630 mm. Das Novoflex ergibt mit dieser Berechnung genau 600 mm.

An ihm ist wegen seiner Naheinstellgrenze ein Nikon PK-11 Zwischenring montiert. So erreiche ich auch mit ihm einen passablen Nahbereich. Zwar nicht den des Tamron, habe aber den Vorteil der enorm schnellen Fokussierung mittels Pi-Grip. So schnell ist das (auch um ein Vielfaches schwerere) Tamron trotz Innenfokussierung nicht. Für bewegte Motive ziehe ich daher das Novoflex vor.

Am Beispiel des Filmes über die Elster (Pica pica, Magpie) ist auch erkennbar, daß es in erster Linie die „langen Tüten“ sind, die ich benötige. Bei meinen Schmetterlingsfotos habe ich zwar auch oft mit dem 180-er gearbeitet, doch sind diese Bilder problemlos dank seiner kurzen Naheinstellung auch mit dem 300-er zu realisieren.

Siehe auch:

Ein seltener Gast im Garten: der Eichelhäher

30. März 2010

Eichelhäher

Im Garten ein seltener Gast: der Eichelhäher (Garrulus glandarius). Er lebt vorzugsweise in Wäldern und in Gärten findet er sich deshalb meist nur ein, wenn diese waldnah liegen oder über Baumbestand verfügen.

Ich hatte jüngst das Glück in kurzer Folge zwei der schönen Vögel vor die Linse zu kriegen.

Infos zum Eichelhäher:

Der Eichelhäher (Garrulus glandarius), kurz Häher, regional auch Guthäher, Nussgackl (im süddeutschen Raum) oder Magolves genannt, gehört zur Familie der Rabenvögel (Corvidae). Seine Körperlänge beträgt 32 – 35 Zentimeter, seine Flügelspannweite etwa 53 Zentimeter und sein Gewicht etwa 170 Gramm. Sein Gefieder ist rötlichgrau, die Flügeldecken sind hellblau und schwarz gebändert. Bürzel und Unterschwanzdecken sind weiß und im Flug besonders gut sichtbar. Sein Alarmruf besteht aus einem unüberhörbaren rauen, kreischenden Rätschen. Sein üblicher Ruf ist dchää‘, dchää‘, hin und wieder kann man auch ein bussardartiges piüü‘ vernehmen. Ansonsten ist sein Gesang leise schwätzend. Der Eichelhäher ist in der Lage, Stimmen anderer Vögel oder Geräusche nachzuahmen. Der Eichelhäher ist Allesfresser. Seine tierische Kost besteht aus Wirbellosen und deren Larven, vor allem im Frühjahr auch aus Vogeleiern und Nestlingen. Die pflanzliche Nahrung besteht unter anderem aus Eicheln, Bucheckern, Nüssen, Erbsen, Kartoffeln, Äpfeln, Beeren und Getreide. In Zirbenwäldern sieht man den Eichelhäher besonders oft, da die Frucht der Zirbenzapfen zu seinen Lieblingsspeisen zählt. Im Herbst sammelt er Eicheln, Bucheckern, Nüsse und Esskastanien und legt Depots unter Baumrinde, in Baumstümpfen oder im Boden an. Durch seine Vorratshaltung ist er über das ganze Jahr in der Lage, Eicheln zu fressen. Die tierische Nahrung dient hauptsächlich zur Aufzucht des Nachwuchses.

(Mit Quellenmaterial aus Wikipedia)

Meine Fotos entstanden in beiden Fällen mit meinem alten Novoflex 400 mm Objektiv, das ich wegen seiner präzisen Scharfstellung mittels des Pistolengriffs immer noch sehr schätze.

Nikon D2H mit 400 mm Novoflex

Als besonders erfreulich empfinde ich den Umstand, daß es einer der beiden Häher bis ins Fernsehen geschafft hat.

Im Bayerischen Rundfunk (BR) - Frankenschau - TV und online

Ähnliche Artikel / Links:

Ausrüstungs-Tipps für Reisefotografen

9. Januar 2010

Mein Reise-Equipment

Der Reisefotograf ist sozusagen in einem Dauer-Spagat. Nämlich zwischen dem Erfordernis, mobil zu sein (was scherfällt, wenn ich mit 25 Kilo Fotoausrüstung durch die Gegend renne) und dem zweiten Erfordernis, auf alle erdenklichen Aufnahmesituationen vorbereitet zu sein.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

An der Ausrüstung totschleppen will sich niemand. Drum ist irgendwie doch Beschränkung angesagt. Keineswegs wird ein vernünftiger Mensch alles mit auf Reisen nehmen, was er an Ausrüstung so zuhause rumliegen hat.

Ich denke, das im Eingangsbild oben gezeigte Equipment ist die passende Ausrüstung für alles und jedes, was einem unterwegs begegnen kann. Von Landschaft bis Lokalkolorit. Von Übersicht bis Porträt. Von Freizeitsport bis Gastronomie.

Der Leser wird festgestellt haben, da ist auch heute noch ein Kameragehäuse für Film dabei. Ja, wieso das denn? Im digitalen Zeitalter? Ganz einfach. Im Gegensatz zum News-Reporter steht der Reisefotograf im Regelfall nicht unter erheblichem Zeitdruck. Für ihn ist digitale Fotografie kein zwingendes Muß, sondern eher eine Sache der persönlichen „Bequemlichkeit“. Aber er muß die Hype nach immer mehr Megapixeln und damit verbunden immer teureren (professionellen) Kameras also nicht zwingendermaßen mitmachen.

Für ihn lohnt sich eher die Investition in einen halbwegs hochwertigen Filmscanner.

Ich selbst fotografiere zwar auch durch die Bank digital, mit der Nikon D2H und ihren „bescheidenen“ 4,1 Megapixeln (was für mindestens 90% aller üblichen Bildverwendungen bis hin zu einer Ganzseite in einer Zeitschrift völlig ausreicht), aber wenn ich ein Motiv habe, von dem ich denke, das könnte auch mal ’ne Doppelseite in einem Bildband auf Hochglanz werden, dann fotografiere ich es auch auf Film. Meine jahrzehntelange Lieblingsmarke: Fujifilm.

Und zwar auf Negativfilm, nicht auf Dia. Denn Negativfilm hat optimale Scan-Eigenschaften. Die Gradation nicht so steil, der Tonwertumfang enorm. Aus einem Negativ ist auch heute noch (wie früher in der eigenen Dunkelkammer) enorm viel rauszuholen.

Welche Brennweiten? Festbrennweite oder Zoom?

Üblicherweise bin ich ein Freund von Festbrennweiten. Doch es gibt kein optisches „Manko“ mehr an Zoom-Objektiven. Jedenfalls nicht bei denen namhafter Hersteller. Und aus Gründen leichter Transportierbarkeit und dem Wunsch, möglichst wenige Optiken mitzunehmen, sind unterwegs auf Reisen zwei Zooms im Brennweitenbereich von 17 bis 200 Millimeter mein Standard. Ergänzt durch ein „normales“ 300-er Nikkor. Keinesfalls mein ansonsten „Leib- und Magen-Objektiv“, das 2,8/300 mm von Tamron. Das ist für unterwegs auf Reisen einfach zu groß und zu schwer. Und mit diesen Objektiven ecke ich wirklich alles ab, was einem auf Reisen vor die Linse kommen kann. Und als Freund von available light habe ich für alle Notfälle auch nur einen kleinen Nikon-Blitz SB-24 in der Tasche. Für Schattenaufhellungen etwa.

Wie die Ausrüstung verstauen? Langfingern möglichst keine Chance geben!

Langfingern keine Chance geben, das heißt auch, möglichst nicht mit Gepäck unterwegs sein, dem man bereits auf den ersten Blick seinen teuren Inhalt ansieht. Auch, wenn ich üblicherweise im „normalen“ Berufsleben meine Fotorucksäcke und Fototaschen von Lowe Pro, Camera Care Systems (CCS) und Tamrac gerne benutze, so scheiden sie auf Reisen genau aus dem Grund aus, daß sie sofort als Fototaschen erkannt werden.

Es ist keineswegs snobistisches Understatement, daß ich auf Reisen meine Ausrüstung in einer Anglertasche verstaue. Ausgepolstert mit Schaumgummi, Fensterleder oder auch den Raumteilern normaler Fototaschen. Die Objektive in Weichbeuteln aus Leder. So braucht man eben nicht unbedingt eine Billingham. Ich benutze eine Tasche von Barbour aus gewachstem Segeltuch. Die sieht man im Tableau unten. Ebenso die Weste vom gleichen Hersteller mit ihren bequemen Taschen, in denen man alles unterbringen kann, was man eben so dabei hat: Paß, Geld, Führerschein, Autoschlüssel, Handy, Notizblock oder Diktiergerät (als Reisefotograf sollte man sich nämlich tunlichst angewöhnen, gleich Notizen zu machen, was man gerade und wo fotografiert hat; mühsam erst zuhause wieder mit Landkarte und Reiseführer rekapitulieren ist aufwendiger).

Reise-Equipment in Action

Das Schöne an den Produkten von Barbour ist, daß sie auf Langlebigkeit und harten Gebrauch ausgelegt sind. Robust und unverwüstlich. Mit einer Lifetime Warranty, einer lebenslangen Garantie also.

Mit Barbour unterwegs

Meine Weste und meine Tasche von Barbour sind nun seit mehr als 10 Jahren im Einsatz. Und ich könnte nicht sagen, daß ich sie geschont hätte. Im Gegenteil. Eher wurden sie im Gebrauch ziemlich arg strapaziert. Es geht ihnen da nicht anders als dem Rest meiner Ausrüstung, meinen Kameras und Objektiven. Das ist Profi-Equipment und das muß was aushalten können. Ab und an, aber eher selten, wird etwas von dem Wachs aufgetragen, das Barbour zu all seinen Produkten mitliefert. Damit „det Janze“ wieder wasserdicht ist. Oder wasserdichter. Denn auch im strömenden Regen wurde ich in der Weste noch nicht richtig durchnässt und auch in der Tasche war noch nie ein Wassereinbruch zu verzeichnen. Es ist tatsächlich so, wie es in dem Werbespruch von Barbour heißt: „Best British clothing for worthiest British weather.“ Waxed Cotton ist einfach ein phantastisches Material. Da macht es mir aber auch rein gar nix aus, hier in richtige Begeisterungsstürme zu verfallen. Bin ich da doch auch in der guten Gesellschaft von Jägern, Reitern, Anglern, Landlords und auch der Queen und der anderen britischen Royalties.

Mehr als 20 Jahre mit Barbour unterwegs

Und wenn die Kleidung und das Gepäck auch ihren Beitrag dazu leisten, vernünftig und komfortabel meinen Job machen zu können, umso besser.

Unser Angebot zum Thema Reise

Der Film zum Artikel:

Ähnliche Artikel / Links:

  1. Kamerataschen, Qual der Wahl
  2. Ausrüstung für die Naturfotografie
  3. Reporterausüstung
  4. Notizen aus dem Reporteralltag
  5. Fototechnische Anachronismen?
  6. You-Tube-Playlist Fotografie