Posts Tagged ‘Diabetes mellitus Typ II’

Senioren sollen mehr in die Sonne

18. Mai 2009

Allenthalben wird vor den Gefahren der Sonne gewahrt. Es herrscht geradezu eine Hautkrebs-Phobie.

Mit zunehmendem Alter öfter in die Sonne

Mit zunehmendem Alter öfter in die Sonne

Nun bin ich auf einen Artikel bei Curado gestoßen (vom 1. Mai, also brandaktuell), der mit dem Wahn aufräumt und das Nützliche der Sonne, ihre Lebensnotwendigkeit vermittelt.

Ich zitiere nachstehenden den Artikel (man weiß ja nie, wie lange sowas über einen Link erreichbar ist):

Vitamin-D-Unterversorgung weit verbreitet – Erhöhtes Risiko für Herzprobleme und Diabetes

Längere Aufenthalte in der Sonne können Senioren vor Diabetes und Herzerkrankungen schützen. Denn Sonnenlicht regt die Haut zur Produktion von Vitamin D an. Eine Studie an Chinesen zeigt, dass mehr als 90 Prozent der Teilnehmer ab 50 Jahren unzureichend mit Vitamin D versorgt sind. Damit steigt das Risiko für das metabolische Syndrom.

Das Syndrom, eine erhöhte Insulinresistenz in Verbindung mit Bluthochdruck, Übergewicht oder hohen Cholesterinwerten, trägt stark zu Diabetes und Herzerkrankungen bei. Forscher der englischen Universität Warwick berichten nun in der Zeitschrift «Diabetes Care», dass eine schlechte Vitamin-D-Versorgung zum metabolischen Syndrom beiträgt.

Sie untersuchten mehr als 3.000 Bewohner von Peking und Schanghai im Alter von 50 bis 70 Jahren und fanden bei 94 Prozent von ihnen eine Unterversorgung mit der Substanz. Bei fast der Hälfte dieser Menschen stellten sie das metabolische Syndrom fest, wobei jene Teilnehmer mit schlechten Vitamin-D-Werten besonders stark gefährdet waren.

„Im Alter kann die Haut weniger effizient Vitamin D bilden, und auch unsere Ernährungsvielfalt nimmt ab, so dass der Vitamin-D-Gehalt sinkt“, erläutert Studienleiter Oscar Franco. „Wenn wir älter sind, sollten wir mehr Zeit im Freien verbringen, um die Werte zu bessern.“ Auch Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass die meisten älteren Menschen nicht genügend mit der Substanz versorgt sind.

Quelle: Diabetes Care

Und zum Abschluß habe ich noch was Interessantes für die Mineralwassertrinker.

Foodwatch hat ja nicht nur die teilweise horrenden Mengen gesundheitsschädlichen Urans im deutschen Trinkwasser bemängelt, sondern auch festgestellt, daß in vielen der sprudelnden „Gesundbrunnen“ viel zu hohe Mengen des radioaktiven Schwermetalls sind.

Infos hier.

Stress und Burnout machen krank (und dick)

11. Mai 2009

Im Rahmen einer Recherche bin ich im Zusammenhang mit dem, was man so gemeinhin als „Wohlstandskrankheiten“ oder „Zivilisationskrankheiten“ bezeichnet auf ein paar interessante Quellen gestoßen, die einem zu denken geben.

In der klassischen Schulmedizin (und nahezu jeder Arzt wird Sie so behandeln!) gilt es als gesicherte Erkenntnis, daß zu üppiges Essen und Trinken, zu wenig Sport, zu viele Zigaretten, zu viel Alkohol die Ursachen sind für – klar – Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, COPD (auch als Lungenemphysem bezeichnet), koronare Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw. etc. pp.

Die Folgen sind Ernährungsberatung, Rauchverbot, Alkoholverbot, Insulingabe, blutdrucksenkende Medikamente, regelmäßige Arztbesuche, Kontrolle der Blutwerte.

Wir müssen uns anhören, daß unsere Vorfahren aus der Zeit der Jäger und Sammler Tag für Tag 15 bis 19 Kilometer zu Fuß unterwegs gewesen seien und wir sogar zum Zigarettenholen mit dem Auto fahren. Wir hören aber nicht, daß die auch nicht sehr alt geworden sind. Obwohl sie sich ihren Zucker und ihr Cholesterin dauernd abgerannt haben. Wir hören viel über körperliche Aktivitäten und eine konsequente Ernährungsumstellung.

Und, und, und ….

Die Pharma-Industrie freuts. Sie macht damit horrende Umsätze. Die Ärzte freut es auch. Der chronisch „Wohlstandskranke“ sichert ein chronisches Einkommen.  Die Ernährungsberater freut es und auch die Fitneß-Studios, in denen wir uns pflichtschuldigst versuchen, die Wampe abzutrainieren.

Aber, von der breiten Öffentlichkeit ziemlich unbemerkt, von der Gesundheitsindustrie nicht kommuniziert (klar!) macht seit einigen Jahren in der medizinischen Forschung eine andere Auffassung Furore:

Stress und Burnout wurden als die Ursachen des Teufelskreises metabolisches Syndrom erkannt. Gesteuert und der willentlichen Beeinflussung nahezu entzogen durch unser vegetatives Nervensystem. Oder kurz auf einen Nenner gebracht: Stress macht dick, Stress erhöht den Blutdruck und das Cholesterin, Stress verursacht Diabetes. Wir kennen doch den „Stress-Fresser“, der „alles in sich hineinfrisst“. Den „Stress-Säufer“, der seinen Druck „ertränkt“.

Physiologisch ist die Sache eigentlich klar: was passiert bei Stress? Da haben die „Urzeit-Verfechter“ schon recht, denn – wie damals beim Säbelzahntiger – werden die Hormone Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Die blocken die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse. Zucker soll nicht mehr abgebaut, sondern dem Körper als Energie zur Verfügung gestellt werden. Auch Fett. Der Blutdruck steigt, die Pulsfrequenz. Es gilt, die Muskeln mit Blut zu versorgen. Für den bevorstehenden Kampf mit dem Säbelzahntiger.

Bloß: der heißt heute „Chef“ oder „Kunde“ oder „Kollege“ und wir können dem – leider – nicht an die Gurgel gehen! Wir aber – wie der Vorfahr aus der Steinzeit – sind mit allem überversorgt, was uns „kampffähig“ machen würde.  Wir werden’s bloß nicht los, wir bauen es nicht ab. Und das über Jahre. Die logische Folge: wir werden dick, wir kriegen Zucker, unsere Blutfette geraten aus dem Ruder und unser Blutdruck dauernd hoch. Ganz logisch.

Wenn wir jetzt wirklich nach Feierabend wie die Bekloppten durch die Wälder rennen würden, dann würden wir den ganzen Dreck – vielleicht – tatsächlich wieder loswerden. Aber dazu sind wir viel zu kaputt nach einem Zehn-Stunden-Tag im „Office“. Wir hauen uns lieber die Wampe voll, sind satt, faul und zufrieden und gießen uns noch fünf doppelte Whisky hinter die Binde. Macht so schön schläfrig. Weil: bei klarem Kopf geht uns der ganze Tagesärger durchs Hirn und wir können nicht schlafen!

Zack! Wir sind drin im Teufelskreis! Und je älter wir werden, desto tiefer. Denn unser Grundumsatz sinkt. Wir verbrauchen weniger Kalorien, weniger Zucker, weniger Fett. Wir werden fett und fetter.

Unser Doktor sagt uns, daß wir am metabolischen Syndrom leiden. Verordnet uns Medikamente. Empfiehlt Sport und die Mittelmeerdiät oder so was. Er doktert an den Symptomen herum. Ohne an die Ursache zu gehen.

„Slow down in the job!“ Das wäre die richtige Verordnung. Alles andere ist nur „Ergänzung“. Nimm nicht alles so wichtig. Das ist ein Job. Der ist keine „Berufung“, der erfüllt nur den Zweck, Dir die Kohle zu verschaffen, die Du brauchst, um ein schönes Leben führen zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Sag Deinem Chef lieber wirklich mal, daß er Dich am A….

Quellen:

  1. http://www.zeit.de/2006/50/M-Diabetes?page=1
  2. http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/19/92926/
  3. http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/risikofaktor-stress-foerdert-diabetes_aid_320785.html
  4. http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesundheit/gesundheit-medizin-diabetes-schwangerschaft-ID1207562478846.xml
  5. http://www.active-air.com/de/news_2009/news_fehldiagnose_diabetes.html
  6. http://www.sciencedaily.com/releases/2006/01/060123170630.htm