Posts Tagged ‘Hobbygärtner’

Neues aus dem „Freiluftstudio“ – Nektarweiden

17. August 2010

Neuigkeiten aus dem Garten ...

Einige neuere Filme aus dem Garten. Diesmal war ich mit der Kamera auf der Jagd nach kleinen Lebewesen unterwegs. Denn das Leben im kleinen, die Mini-Fauna bietet interessante und reizvolle Einblicke. Wenn man mit den Insekten „auf Augenhöhe“ kommt. Im letzten Jahr noch bin ich nur mit dem Fotoapparat auf die Pirsch gegangen. Heuer aber – Fotos dürften zur Genüge im Archiv sein – mußte es die Videokamera sein. Ich denke, das ist auch ganz gut gelungen.

Mit den Bienen im Lavendelbeet bin ich sozusagen „rumgeflogen“. Das lag an der Technik, die ich zum Einsatz brachte.

Aufgenommen wurde der Film in der Point-and-Shoot-Technik: die Kamera (ein „Henkelmann“) wurde am Griff gehalten. Den Durchsichtsucher habe ich nicht benutzt und auch das Monitor-Display kaum (wegen der starken Sonnenreflektion). Das Ovjektiv in Weitwinkelstellung und mit Autofokus in ca. 2 cm Abstand vom „Objekt meiner Begierde“ und mitgezogen. Das ist wie ein Flug durchs Lavendelbeet. In „Augenhöhe“ mit den fleißigen Nektarsammlern.

This video was taken in point and shoot manner. I did not use the viewfinder of the camera and even nearly not the monitor display. This because of the bright sun reflecting in its surface. I pointed with the camera lens to my subjects and followed them in motion. The distance was about 2 centimeters using wide-angle macro and autofocus.

Überhaupt waren die im wahrsten Sinne des Wortes bienenfleißigen kleinen Gesellen fast meine ausschließlichen „Opfer“.

Denn auch die Sonnenbraut, diese amerikanische Prärieblume, ist eine beliebte Nektarweide.  Man sieht es im Film. Denn, wer so über und über mit Pollen beladen ist, dem muß es einfach schmecken!

Nicht, daß ich nicht schon in der letzten Saison die Sony-Handycam auf die Viecherl gerichtet hätte …

… aber das war doch eher noch sehr nur „aus Spaß an der Freude“. Trotz Carl-Zeiss-Optik kommt diese Consumer-Cam natürlich nicht mit einer professionellen Kamera mit.

Auch nicht, was die Handhabung angeht. Denn der „Henkelmann“ ist unübertroffen. So kann man mit der „Kleinen“ (heute meine Zweitkamera für alle Fälle, paßt ja gut in die Tasche meiner Weste) einfach nicht ins Motiv gehen.

Mehr Filme …

… gibt es auf meinem YouTube-Kanal.

Gartenimpressionen und Hochwasser in Bayern

9. August 2010

Mit einigen Filmen und Fotos möchte ich mich hier und heute mal wieder zu Wort melden. Der Film oben ist ein Zusammenschnitt von Impressionen aus unserem Garten. Entstanden in den beiden letzten Monaten. Arbeitsreiche Monate. Die Hitze machte dem Garten zu schaffen.  Doch offensichtlich haben alle Pflanzen die Trockenheit im Juli heil überstanden.

Und hier noch der Film für die Rosenfreunde. Wir haben auch einige davon im Garten. Robuste Sorten, die hart im Nehmen sind. Denn das Wetter in der Südwestpfalz ist wechselhaft und rauh.

Was gibt es sonst noch zu berichten?

Hochwasser in Bayern

Hochwaser der Schwarzach bei Greding (Landkreis Roth, Mittelfranken)

Nach der Hitzewelle kam der Starkregen.  Wir haben ihn Ende Juli in Nürnberg erlebt.

Und mit ihm das Hochwasser. Da werden selbst beschauliche Flüßchen wie die Schwarzach bei Greding zu Naturgewalten.

Nein, kein idyllischer See, Hochwasser ...

Die Fotos vom 8. August in einem kleinen Clip (ich bitte um Nachsicht für den Rechtschreibfehler im Filmtitel, hatte ich aber dummerweise erst bemerkt, als der hochgeladene Film bereits Aufrufe hatte und da wollte ich ihn nicht mehr löschen und ersetzen). Das Getreide im Tal ist verdorben. Teilweise auf den Äckern verschimmelt. Die diesjährige Ernte dürften die Landwirte zum großen Teil abschreiben können.

Film über die Ecole Maternelle in Liederschiedt in Neuauflage

Meinen Film über den Deutsch-Französischen Kindergarten (Ecole Maternelle Franco-Allemande) im lothringischen Liederschiedt (Department Moselle, 57) habe ich neu überarbeitet. Folgend die neue Fassung.

Notizen aus dem Gartentagebuch

3. August 2010

Der Grünspecht gehört zu unseren beeindruckendsten Vögeln, die uns im Garten besuchen. Und der diesjährige Jungvogel scheint ziemlich ohne Scheu zu sein. Würde er ansonsten solche phantastischen Portraitfotos von sich dulden?

Umso erfreulicher, daß ich so eine ganze Reihe ganz bezaubernder Fotos von ihm machen konnte. Auf denen auch deutlich sein Wechsel vom Jungvogelgefieder zum Federkleid des erwachsenen Vogels zu sehen ist.

Deshalb gibt es natürlich auch einen Film von ihm. Was heißt, einen Film? Insgesamt sind einige geschnitten worden. Ich möchte deshalb hier einen Kurzclip von ihm präsentieren.

Und die Schmetterlinge fliegen, ebenso wie die Bienen, ganz emsig ihre Nektarweide an. Bevorzugt den (echten) Lavendel in unserem Provence-Beet.

Ein Wellness-Tag für Insekten

Überrascht aber waren wir, daß neben zwei Grünspechten heuer auch ein Buntspecht sich bei uns heimisch fühlt. Ist der doch eher ein Waldbewohner und in Gärten eher seltener zu beobachten. Auch ihm ist ein – etwas längerer – Film gewidmet.

Ich hoffe, ihn noch das eine oder andere Mal auch im Foto zu erwischen. Denn auch er ist ein beeindruckender Zeitgenosse, dem man unbedingt auf den Fersen bleiben muß.

Neues aus dem Gartentagebuch

22. Juli 2010

Wir hatten uns etwas Urlaub gegönnt. So ab und an muß das sein. Sonst wissen auch professionelle Journalisten irgendwann nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. Da unterscheiden wir uns nämlich nicht von anderen arbeitenden Menschen in heutigen stressigen Zeiten.

Wir möchten aber nicht einstimmen in das wieder auflebende Wehklagen, der Bildermarkt breche – wieder mal (!) – völlig zusammen. Man könne nur noch mit Auftragsfotografie und News etwas Geld verdienen. Der Stockmarkt sei tot. Die Portale würden noch nicht mal mehr die Kosten reinbringen. Und was man noch so alles hört und liest.

Und deshalb muß man sich eben von Zeit zu Zeit eine (kreative) Auszeit nehmen und den Kopf wieder frei machen. Um schlußendlich dann eben doch festzustellen, auf dem richtigen Weg zu sein. Denn der Bedarf an Bildern, an interessanten und kreativen Symbolbildern ist heutzutage so hoch wie nie. Auch wenn die Printmedien gewisse Einbrüche zu verzeichnen haben, es gibt sie und wird sie geben. Und gerade und im Besonderen auch die Special Interest Zeitschriften. Und eines muß man auch als Journalist erkennen: gerade dann, wenn die Zeiten hart sind, dann suchen sich die Menschen gerne ihr kleines persönliches Paradies. So wie eben den eigenen Garten, in dem man rumwerkeln und die Sorgen des Alltags zumindest zeitweise vergessen kann. Die Rückzugsinsel für das kleine Glück.

Das "kleine Paradies"

Uns geht es doch genauso. Unser Garten ist ein Refugium. Auch, wenn wir dort unsere Produktionen machen. Genaugenommen verbinden wir (was kann es Schöneres geben?) Hobby und Profession. Klar, man muß hartnäckig sein und systematisch und konsequent sein Angebot ausbauen. Man muß sich abheben, einen eigenen visuellen Stil entwickeln. Quasi eine unverwechselbare Marke. Und hoffen, daß er ankommt, der Stil, die Marke.

Und aus einem eigenen Stil, einer eigenen Handschrift, einem Angebot im Paket mit allem Drum und Dran, mit Foto, Film, Text und Illustration, daraus resultieren schlußendlich durchaus auch lukrative Aufträge. Weitab vom Streß der News-Fotografie. Denn nicht nur News-Fotografen werden gebucht. Und auch nicht nur Werbefotografen.

Impressionen aus unserem Garten

Es hat sich, seit wir (erst quasi der Not gehorchend) unser Themenspektrum auf Home and Garden bzw. Country Living verlegt haben, gezeigt, daß hier ein ernormer Bedarf besteht. Und das, obwohl man doch hier, im Bereich der „Blümchenfotografie“ eigentlich von einem gesättigten Markt hätte ausgehen können.

Doch was ist das denn, ein gesättigter Markt? Wann ist denn ein Markt „gesättigt“? Denn das sind so Schlagworte, hinter denen ich, ehrlich gesagt, herzlich wenig Substanz sehe. Denn, nochmal denn, ein Markt ist per se dann „gesättigt“, wenn nach Produkten keine Nachfrage besteht. Wenn sich für das Angebot, meinetwegen auch das Überangebot, niemand mehr interessiert. Und das ist nun gerade im Bereich Home and Garden, Lifestyle und auch Natur keineswegs der Fall. Im Gegenteil. Es existiert eine riesige Nachfrage. Naturführer, Ratgeberseiten, Internetangebote, alles ist zu illustrieren.

Und das ist auf lange Sicht ein Wachstumsmarkt. Auf dem es sich lohnt, kreativ zu sein, Ideen zu entwickeln, Angebote zu unterbreiten. Gut, dazu gehört ein „langer Atem“, wie man so schön sagt, und dazu bedarf es auch gewisser (in der Tat nicht geringer) finanzieller Investitionen (und seien es die Gebühren für die eigene Portal-Präsenz), aber das sind Dinge, die sind normal, für den Professionellen nichts „Außergewöhnliches“. Auch die Investitionen. Denn: „Who is looking for Dimes cannot earn Bucks!“ Oder: „Man muß in jedes Geschäft erst mal ein bißchen was investieren!“

Wir jedenfalls, um damit den „Schlenker“ zurück zum Einstieg zu machen, wir sind nicht unzufrieden. Unsere „Marke“ kommt mittlerweile an. Es hat sich im wahrsten Sinne des Wortes gelohnt, der schnellebigen aktuellen Fotografie Lebewohl zu sagen. Es schont die Nerven und die Gesundheit, auf die man mit fortgeschrittenem Lebensalter schon ein bißchen achten sollte.  Es heißt ja auch nicht, daß man nun rein gar nichts Aktuelles mehr machen würde (immerhin hat man ja auch zu Aktualitäten noch immer alles Mögliche und Unmögliche an zeitlosen Symbolfotos im Archiv, nicht wahr), aber es heißt, nicht mehr hinter den aktuellen Ereignissen herzujagen, wie man das zwanzig Jahre lang gemacht hat. Es heißt, die Arbeit nun etwas „gemächlicher“ angehen zu lassen, mit mehr Ruhe und Gelassenheit. Und mit – ab und zu – auch etwas Zeit für einen kleinen Urlaub.

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