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Quiberon und seine Côte Sauvage

10. Januar 2010

An der Côte Sauvage

Quiberon ist ein bevorzugtes Urlaubsziel der Pariser. Und dann ist die Halbinsel am Golfe du Morbihan in der Bretagne ziemlich überlaufen und das tägliche Verkehrschaos auf der einzigen Straße über den Isthmus von Penthievre aufs Festland und zurück ist garantiert. Die Monate Juli und August sollte man daher meiden, wenn man Quiberon besuchen und dort seinen Urlaub verbringen möchte.

Aber außerhalb der französischen Haupturlaubszeit ist Quiberon auf jeden Fall eine Visite wert. Und im Speziellen seine Côte Sauvage, die „Wilde Küste“ im Westen der Halbinsel.

Denn die Côte Sauvage gehört zu den wahrlich am beeindruckendsten Naturlandschaften der Bretagne.

Und die schroffen Klippen sind nicht nur zu Fuß zu erwandern. Eine Corniche, eine Küstenstraße, führt zwischen Portivy und dem Hauptort Quiberon immer direkt auf den Klippen entlang und bietet phantastische Ausblicke. Und ganz speziell der Cabrio- oder Roadster-Fahrer kann sich auf dieser kurvigen Straße mit offenem Verdeck eine steife Brise um die Nase wehen lassen.

Im Roadster an der Côte Sauvage

Noch ein dringender Hinweis:

Die Côte Sauvage ist phantastisch schön, aber lebensgefährlich. Und ihrem Leichtsinn fallen Jahr für Jahr immer wieder Leichtsinnige zum Opfer.

Lebensgefährlicher Leichtsinn

Die hier sich am steilen Festlandsockel bildenden Grundwellen sind nicht zu unterschätzen. Man sieht es auf dem Tableau oben, wie winzig die Personen im Vergleich zu der sich an den Klippen brechenden Brandung sind. Und wie gefährlich nahe sie der tödlichen Bedrohung sind. Und nicht umsonst sind entlang der Côte Sauvage überall Rettungsmittel ausgebracht und Notrufsäulen installiert.

Rettungsringe und Notrufsäulen

Noch ein paar Impressionen von der Wilden Küste aus unserem Reise-Album:

Cote Sauvage

Cote Sauvage

... und nochmal ...

Sanfte Strände an der Ostküste

An der Ostküste hingegen verfügt Quiberon über eine ganz andere Küste. Weite Sandstrände. Keine Brandung. Geeignet für den Badeurlaub, auch mit Kindern. Hier kann man faulenzen, sonnenbaden, Wasersport betreiben oder ausgedehnte Strandspaziergänge unternehmen.

Sanfte Strände zum Golfe du Morbihan

Und, was wir besonders schätzen, auch hier ist nahezu alles mit dem Auto erreichbar. Keine elendigen langen Anmärsche zu Fuß. Man kann sich z.B. in irgendeinem Supermarché etwas einkaufen, in den Kofferraum packen und zum Picknick an den Strand fahren.

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Mit dem Roadster über die Corniche

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Bretonische Thunfischfänger haben den letzten Hafen angelaufen

24. September 2009
Schiffsfriedhof am Ria d'Etel

Schiffsfriedhof am Ria d'Etel

Bis in die Mitte des 20. Jahrhundets (speziell aber zum Ende des 19. Jahrhunderts) war Etel im bretonischen Department Morbihan eine Hochburg des Thunfischfangs.

Eine riesige Flotte lag im Hafen. Auch heute noch wird von Etel aus nach Thun ausgefahren, wenn auch nicht mehr in der früheren Bedeutung. Über die Hochzeiten informiert das Museée des Thoniers im Ort.

Und auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Etel haben einige der alten Segelschiffe quasi eine letzte Ruhestätte, einen letzten Ankerplatz gefunden. Ein Schiffsfriedhof zeugt beeindruckend von der großen Vergangenheit. Es ist allerdings strengstens verboten, die verottenden Wracks zu betreten. Denn dabei bestünde Lebensgefahr.

Das Betreten der Wracks ist strengstens untersagt

Das Betreten der Wracks ist strengstens untersagt

Wracks liegen auf dem Ufer

Wracks liegen auf dem Ufer

Ende einer stolzen Vergangenheit

Ende einer stolzen Vergangenheit

Selbst als Wrack noch beeindruckend ...

Selbst als Wrack noch beeindruckend ...

Der kleine Fischerhafen Etel liegt an der Mündung des fjordartigen, 30 km tief ins Land einschneidenden Ria d’Etel. Die fischreiche Wasserwelt mit ihren Halbinseln und Inseln, darunter der zauberhaften Île St-Cado, kann uneingeschränkt als einer der schönsten Abschnitte der gesamten bretonischen Küste gelten. Selbst in der Hochsaison herrscht hier paradisiesche Stille.

Die Barre d’Etel

Den Eingang zur Ria d’Etel bildet die Barre d’Etel. Von einem weiten Sandstrand aus bietet sich hier ein faszinierender Blick auf den Atlantik.

An der Barre d'Étèl

An der Barre d'Étèl

Für die Schiffahrt ist die Barre dÉtèl ein gefährlicher Ort. Denn die Strömung und die Sandbänke sind gefährlich. Wer also die Einfahrt in die Ria in Angriff nehmen will, ist auf die Lotsenstation angewiesen, die sich auf der Landspitze befindet. Denn die Sandbank vor der Einfahrt „wandert“.

Updated:

Das Video zum Schiffsfriedhof bei YouTube

Seafood platter – plateau de fruits de mer

22. September 2009

Den Teil drei unseres bretonischen Tagebuchs hatte ich den Meeresfrüchten gewidmet, einer kulinarischen Spezialität der Bretagne.

Hier nun der Film dazu:

Nebenbei bemerkt: ich persönlich bin der angeblich wahre Wunder wirkenden Kraft der Austern ganz und gar nicht abgeneigt. Die sind so eiweißreich, so ganz ohne Auswirkungen auf die Libido kann ihr Verzehr gar nicht sein.

See more films on YouTube.

Grenzenlose Weite

20. August 2009
Barre d'Etel, Morbihan, Bretagne, France
Barre d’Etel, Morbihan, Bretagne, France

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