Posts Tagged ‘Nationalfeiertag’

Heute vor 20 Jahren

11. November 2009

Heute vor zwanzig Jahren war für mich als Fotoreporter ein denkwürdiger Tag:

Seit dem 9. November gab es die Reisefreiheit für die Bürger der DDR. Und den folgenden Samstag nutzten alle, die es konnten, um in Scharen über die Grenze in den Westen zu fahren.

Gemeinsam mit der versammelten Weltpresse, mit Kollegen von Gamma, Black Star, Sygma oder Sipa, stand auch ich damals beim Grenzübergang im oberfränkischen Rudolfstein auf den Leitplanken der Autobahn, um dieses historische Ereignis zu dokumentieren.

Es war der Anfang hin zur Deutschen Einheit ein knappes Jahr später.

Seit Ungarn seine Grenzen geöffnet hatte, hatte ich diesen Abschnitt der Geschichte des 20. Jahrhunderts begleitet. U.a. für „meine“ Agentur, den Keystone Pressedienst in Hamburg.

Meine Fotos erschienen in Zeitungen, Zeitschriften, Jahreschroniken und Büchern.

Ich bin noch heute stolz darauf, damals dabeigewesen zu sein.

 

Und diese Kamera war dabei, hat Geschichte gesehen und im Bild festgehalten (nicht nur den Mauerfall, „The Fall of the Wall“, „La Chute de la mur“):

NIKON-F2-DDR-Rudolfstein-11-11-1989Kopie

Meine beiden Nikon F2 von Rudolfstein

Mein Bildmaterial von diesem denkwürdigen Tag ist im Vertrieb von Keystone. Neben den digitalisierten Fotos sind dort weitaus mehr Bilder auch als Dias (KB) und SW-Prints 18×24 im dortigen Hamburger Archiv!

 

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Paris, mon amour

23. Oktober 2009

Ich war letztmals zu Allerheiligen 1991 in Paris! Trotzdem und alledem gehört die französische Metropole und Hauptstadt zu meinen Lieblingsstädten in Europa und es wird langsam Zeit, mal wieder ein paar Tage zumindest dort zu verbringen. Allerheiligen steht ja wieder vor der Tür …

Im Folgenden ein paar Features in Wort, Bild und Film.

Was ich besonders mag, das ist Paris bei Nacht. Irgendwo am Gare Saint-Lazare in eine Bar gehen. Vielleicht schon, wenn eigentlich Feierabend ist (aber man kennt mich ja und ich kriege noch ein Bier oder einen Pastisse) …

… vorher in der Nähe in einer Elsässer Brasserie zu Abend essen und einen Schluck nehmen …

… und dann nochmal losziehen Richtung Boulevard Haussmann und Galeries La Fayette. Hineinstürzen ins Nachtleben ohne Sperrstunde.

Auch im November draußen sitzen …

… auf dem Boulevard, das geschäftige Treiben der Nacht beobachten.  Bei Kaffee und Calvados …

Gut, gut, auch die touristischen Sehenswürdigkeiten gehören zu einem Paris-Aufenthalt, wie der Eiffelturm … 

… oder der Elysee-Palast …

Aber, immerhin ist Allerheiligen, da geht man auf die Friedhöfe, gerne besuche ich den Cimetiére Montmartre. Den alten Friedhof des wohl bekanntesten Stadtviertels von Paris. Hier liegen Heinrich Heine („Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“) …

Und ganz nebenbei bemerkt: An diesem 1. November des Jahres 1991 bin ich meiner heutigen Frau am Grab von Heinrich Heine auf dem Montmarte-Friedhof zum ersten Mal begegnet. Sie gehörte zu der deutschen Reisegruppe, die Heines Grab besuchte.

… Francois Truffaut …

… und Dalida begraben …

Auch Alexandre Dumas und eine Vielzahl weiterer prominenter Persönlichkeiten. Und, da kommt dann eben doch der Reporter durch, Prominente bleiben auch dann prominent, wenn sie tot sind. Und auch die Fotos ihrer Gräber werden von der Yellow Press verwendet:

Das Grab von Dalida in "Heim und Welt"

Das Grab von Dalida in "Heim und Welt"

Aber auch für Kochbücher über regionale Küchen wird bei solchen Trips fotografiert, denn Lokalkolorit ist immer und überall gefragt:

Und auch die Prachtstraße Champs Elysees mit dem Arc de Triomphe gehören in dieser Zeit der „Stillen Feiertage“ im November zum „Pflichtprogramm“.

An der Ewigen Flamme unter dem Triumphbogen gedenkt die französische Nation ihrer Toten aus den Kriegen.

Our Pics from Paris (for registered users only): http://www.franz-roth-pics.de/

P.S.:

Noch was zum „Making of …“

Die Fotos von Paris wurden damals mit zwei analogen Nikon-Kameras fotografiert, meiner uralten F2 von 1976 und der F4. Benutzt habe ich fast durch die Bank ein 28-er und ein 20-er, seltener das 1,4/85 mm und das 2,8/180 mm (z.B. bei den Aufnahmen vom Verkehrschaos am Samstagabend an L’Opera). Kodachrome 64 und Kodachrome 200 waren die Filme.

Nikon F2 und Nikon F4

Nikon F2 und Nikon F4

Nachts auf den Boulevards habe ich nur die F4 (mit 200-er Kodachrome geladen) mit dem 2,8/20 mm Nikkor dabei gehabt. Kamera um den Hals, Hände frei. Bei Personenfotos auf die Leute zugehen und freundlich fragen. Gute alte Reporter-Manier. Nicht „heimlich abschießen“. Das bringt Authentizität, wenn man hautnah dran ist. Denn das Weitwinkel reduziert die Distanz zum Motiv. Deshalb benutze ich auch heute für solche Reportagen nahezu ausschließlich das lichtstarke Sigma-Zoom 17-35 mm an der digitalen Nikon D2H.

Nikon D2H mit Weitwinkelzoom

Nikon D2H mit Weitwinkelzoom

Der Film (bzw. die Filme) zum „Making of“ (in mehreren Teilen):

 

[ … mehr von Paris … ]

 

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