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Gartentagebuch im Juni

15. Juni 2010

Weißrand-Funkie (Hosta)

Es wird mal wieder Zeit für unser Gartentagebuch. Immerhin haben wir seit Ende April fleißig gearbeitet. Im Mai war nach dem heurigen langen und harten Winter erstmal das große Aufräumen angesagt.

Und das hat sich bis in den Juni hinein fortgesetzt. Das warme und feuchte Wetter hat zwar auch all unsere Pflanzen prächtig gedeihen lassen. Aber eben auch Gras und Sauerampfer, den Pippau, die Kletten und wie all die Pflanzen heißen, die wir zwar nicht aus dem Garten verbannen, aber doch etwas im Zaum halten möchten.

Das "große Aufräumen"

Und dann war im Mai natürlich auch schon Pflanzzeit. Insbesondere unserem Staudenbeet vor dem Wohnzimmerfenster widmeten wir dabei besondere Aufmerksamkeit. Und was das Schöne war: wir konnten es durch die Bank mit eigenen Gewächsen bestücken, die wir aus anderen Beeten umpflanzten. Denn unsere Anpflanzungen vermehren sich prächtig, so daß wir durch Teilungen aus dem eigenen Bestand schöpfen können.

Jetzt im Juni haben wir eine ganz besondere Pflanze für unseren Garten entdeckt: Sempervivum, den Hauswurz.

Der Hauswurz

Der Hauswurz gehört zu den Dickblattgewächsen. Der Hauswurz (Sempervivum tectorum) ist eine faszinierende Pflanze, die sich im ländlichen Garten besonders gut in Steinbeeten einfügt. Früher sagte man der Pflanze mythische Kräfte zur Abwehr von Unwettern zu. Weshalb sie gerne auf Dächern gepflanzt wurde. Und daher rührt auch ihr volkstümlicher Name Donnerwurz. Wir haben dem Hauswurz eine Ecke in einem unserer Staudenbeete am Hang eingeräumt.

Hauswurze

Wohlfühlwetter für Schnecken

Feucht und warm, ausgiebige Regenfälle, wahres Wohlfühlwetter für Schnecken. Ein Regentag im Garten, da fühlen sich die lästigen Nacktschnecken wohl. Zu ihren Lieblingsspeisen gehören Funkien und auch Rittersporn. Auch vor dem Fingerhut machen sie nicht halt. Aber die Elster schätzt die schleimigen Wirbellosen auch als Futter. So ist der Kreislauf der Natur.

Was gibt es sonst noch zu berichten?

Neu ist auch, daß ich mir nunmehr eine meinen Ansprüchen Rechnung tragende Videokamera zugelegt habe, eine Canon XM1.

Canon XM1 und meine Sony-Cam

Die XM1 ist zwar keine HD-Cam, sondern eine „stinknormale“ SD, doch erfüllt dieses – allen notorischen Besserwissern zum Trotz noch lange nicht „aussterbende“ – Format im vollen Umfang meine Ansprüche. Zusammen mit der Nikon D2H und meinem Lieblingsobjektiv, dem Tamron 2,8/300 mm wird sie nun in unserem Garten reichlich zu tun haben.

Nikon D2H und Canon XM1

Neues Blog

Speziell für unsere Gartenproduktionen haben wir ein neues Blog eröffnet. Viel Spaß damit.

Unser Bildmaterial zu Gartenthemen finden kommerzielle Verwender auf unserem Mecom-Pool. Hier ein paar Appetitanreger. Und Hobby-Gärtner beachten bitte unsere Gartentipps.

Steine, Steine und nochmals Steine

17. Juni 2009
Steine im Garten

Steine im Garten

Steine sind ein schönes Gestaltungselement im naturnahen Garten. Sie geben Beeten und Rabatten oftmals den letzten Pfiff. Sie werden zu Gefährten der Pflanzenwelt. Sie sind natürliche Gestaltungselemente. Sie lassen einen Garten natürlich wirken. Wie in der Natur „gewachsen“. Sie haben das Flair des „wild-romantischen“.

Und sie haben, ganz nebenbei, noch einen echten Nutzeffekt: sie speichern und reflektieren Sonne und Wärme. Wofür die Pflanzenwelt gerade in einem etwas mediterran ausgerichteten Bauerngarten dankbar ist.

Terrassengestaltung

Terrassengestaltung

Auf der Terrasse dekorativ arrangiert vermögen sie darüber hinaus, gemeinsam mit sonstigen Deko-Artikeln, wie Steingut, Keramik, Kübeln und Töpfen, auch ansonsten eher etwas fad und langweilig wirkende Waschbetonplatten aufzupeppen.

Und von besonderer Schönheit sind Natursteine. Findlinge in unterschiedlichen Größen. Und es macht Spaß, sich auf die Suche nach ihnen zu begeben. Bei Ausflügen Ausschau zu halten nach neuen Stücken am Wegesrand. Es kann da eine richtiggehende Sammelleidenschaft entstehen. Der sommerliche Sonntagsausflug kriegt da ganz neue Aspekte.

Für uns liegt der Reiz bei unseren Steindekos auch darin, ganz unterschiedliche Stücke, aus verschiedenen Regionen, zusammen zu drappieren. Den roten Buntsandstein aus dem Pfälzerwald zum Beispiel mit dem hellen Kalkstein aus dem Fränkischen Jura. Etwa aus den Abraumhalden der Steinbrüche bei Eichstätt im Altmühltal.
Steinbruch bei Eichstätt im Altmühltal

Steinbruch bei Eichstätt im Altmühltal

Steinbruch, Eichstätt, Regierungsbezirk Oberbayern *** Jura Marmor, auch Jura oder Jurakalk und selten Treuchtlinger Marmor genannt, ist der Handelsname eines hellgelben bis blaugrauen fossilreichen Kalksteins aus dem oberen Malm des Treuchtlinger Raums, welcher geografisch zur Fränkischen Alb gehört. Hauptabbauorte sind im Raum Titting – Kaldorf zu finden. Das Alter des Jurakalksteins ist mit ca. 140 bis160 Millionen Jahre anzusetzen. Die Mächtigkeit der nutzbaren Gesteine beträgt ca. 50,0 m und die einzelnen Schichten (Lokalbezeichnung: Farbschichten) sind bis 1,6 m dick. Die Kalke sind durch Mergellagen voneinander getrennt. Die Größe der abgebauten Blöcke hängt von den natürlichen Klüften und Spalten ab. Der bekannteste Jurakalk ist Jura gelb. Die gelbe Farbe kommt durch den Anteil an Limonit zustande. Die zweithäufigste Variante ist Jura grau. Wie der Name sagt, herrschen hier graue Farbtöne vor. Mit Jura bunt wird Material, welches aus einer Bank zwischen den grauen und gelben Varietäten abgebaut wird, bezeichnet. Seltenere Farben sind Jura nuss, eine eher bräunliche Variante, und Jura rahmweiß die aus einer hellgelben Zone gewonnen wird.

Die Steine aus dem Altmühltal gehen dann auf den Weg in die Pfalz. Und mit Glück finden sie dabei unterwegs schon rote Begleiter (man kann sich ja schon mal miteinander bekanntmachen).

Von Bayern in die Pfalz

Von Bayern in die Pfalz

Und man braucht dazu nicht zwingendermaßen einen Kombi! Ich möchte da mal wirklich die Werbetrommel rühren für den kleinen Franzosen-Flitzer Peugeot 207 CC, ein wahrhaft alltagstaugliches Fun-Fahrzeug, dessen Kofferraum über ein durchaus bemerkenswertes Fassungsvermögen verfügt. Und der auch mit dem Kofferraum voller Steine noch abgeht wie eine Rakete. Und das mit hervorragenden CO2-Werten. Ganz nebenbei bemerkt.

Cabrio und "Lastwagen": der Peugeot 207 CC

Cabrio und "Lastwagen": der Peugeot 207 CC

Ganz ohne „Qual“ geht es natürlich nicht ab. Erst mal müssen die Brocken eingeladen werden. Und natürlich auch wieder rausgewuchtet, in den Garten geschafft und dort arrangiert. Das verlangt schon etwas Muskelkraft. Trainiert aber den ganzen Körper. Statt Gewichte stemmen im Fitness-Studio Steine schleppen. Sehr empfehlenswert. Für mich persönlich eine optimale Ergänzung zum „Gewichte-Stemmen“ mit dem 300-er Tele! 

Appetit gekriegt?

Dann beachten Sie bitte auch unsere Gartentipps und unser Workshop-Angebot.