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Klimawandel & Energiepreise

12. Dezember 2009

Klima & Energie

Der Klimawandel kommt. Schneller, als ihn der Kopenhagener Klimagipfel erwartet hat. Er hat sich heute zum Beispiel in Nürnberg mit den ersten Schneefällen angekündigt. Und es ist selbst in der Stadt deutlich kälter geworden. Trotz Glühwein und fränkischen Rostbratwürsten vom Holzofengrill auf dem Christkindlesmarkt (der, wie üblich, gut besucht war und von daher nicht nur Idylle, wie üblich eben).

Der Polemik sei es nun genug. Denn mit dem Winter, der nun mit Gewißheit kommt, wird das Thema Wetter und Klima ernst. Nur eben von einer anderen Seite. Nämlich von der Kostenseite. Der der Heizkosten. Die ein Riesenloch ins Budget reißen können. Die Nebenkosten, die zweite Miete, ein Schlagwort, das seit geraumer Zeit geläufig ist.

Die Energieversorger (im Bild oben die N-ERGIE aus Nürnberg) haben damit kein Problem. Sie machen ihre Preise, wie mancher denkt, nach Gutdünken und nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung. Auch für Fernwärme. Für Gas. Für Strom. Für Wasser. Wie gesagt, die zweite Miete, manchmal höher als die eigentliche Miete. Und das in Zeiten, in denen beim Verbraucher das Geld knapp ist.

Die Besitzer von Eigenheimen etwa aus den 60-er Jahren kennen das Problem zur Genüge. Ihre Häuser wurden zu einer Zeit erbaut, da waren Energiepass und Energiesparen noch Fremdworte. Großzügige und große Räume, große Fensterflächen, nicht isolierverglast. Oder vielleicht doch. In den 80-ern oder 90-ern. An den Kosten für die neuen Fenster bezahlt der Besitzer der Immobilie meist noch heute.

Und jetzt noch was an der Heizung machen? Weil das Öl nicht umweltfreundlich genug ist? Eine Heizungsanlage ist teuer. Die tauscht man nicht einfach aus. Nicht heute. „Da gibt es doch aber Zuschüsse und günstige Kredite“ höre ich nun schon wieder viele sagen. Na und? Da bleibt immer ein Finanzierungsloch. Wie das füllen, wenn die Banken so restriktiv mit ihren Kreditlinien auch an Privat sind? Da wird eher mal der Brenner an der guten alten Ölheizung ausgetauscht. Der schlägt mit über tausend Euro schon teuer genug zu Buche. Da ist mehr nicht drin. Das Heizöl kostet ja immerhin auch noch einiges.

 

Solarenergie, ist das eine Alternative?

Solarpark Workerszell

Solarpark Workerszell (Gemeinde Schernfeld), Landkreis Eichstätt, Altmühltal, Bayern – Der Solarpark wurde in der Nähe des Altmühltales bei Workerszell in der Gemeinde Eichstätt, Bayern, mit 270 zweiachsig-nachgeführten Solartrackern errichtet. Ganz kurz vor Toreschluß erst war der Solarpark Workerszell (Gemeinde Schernfeld) am 23. Dezember 2008 ans öffentliche Stromnetz gegangen. Der Anschluss noch im Jahr 2008 war Bedingung dafür, dass eine Einspeisevergütung von 35,49 Cent je Kilowattstunde in den nächsten 20 Jahren gezahlt wird. Workerszell ist einer der größten Solarparks in der Region mit über 10 Mio. Euro Investitionssumme. Insgesamt wird die Sonne bei Workeszell auf 16 200 Quadratmeter Fotovoltaikfläche scheinen. Das soll jährlich 3,05 Millionen Kilowattstunden Strom bringen. Das entspräche in etwa dem Jahresverbrauch von 760 Haushalten. Durch die Solarenergie könnten so etwa 2600 Tonnen CO2-Gas gespart werden.

Gemerkt? Der letzte Satz? Das ist ein Zitat des Betreibers. Da ist er wieder, der CO2-Ausstoß. Das Totschlag-Argument. Der CO2-Ausstoß, immer und immer wieder wird er herangezogen. Für alles und jedes. CO2 scheint die Pest des 21. Jahrhunderts zu sein. Der CO2-Ausstoß dient dazu, uns das Autofahren zu verleiden.

Solar-Panels auf dem Dach bestimmen vielerorts bereits das Bild ganzer Regionen. Ganzer Dörfer. Und ganzer Straßenzüge in den Städten. Ich muß nur mit dem 300-er aus meinem Wohnzimmerfenster fotografieren, dann habe ich das Bild oben im Kasten. Ich habe mich als Hausbesitzer durchaus für Solarstrom und Solarwärme interessiert. Mein Schwager etwa nutzt Solarwärme beim Wiederaufbau seines durch Brandstiftung zerstörten Bauernhauses. Ein durchaus interessantes Projekt. Auch im Hinblick darauf, daß sich damit in der Tat auf Sicht die Energiekosten erheblich reduzieren lassen.

Ich aber muß mit meinem ererbten Haus erst mal Umsatz machen. Es hat mich in den letzten beiden Jahren bereits ein Vermögen gekostet. Nur für die Instandsetzung und Erneuerung des Nötigsten. Bestandssicherung. Und natürlich der Garten (der ist unser wichtigstes Pfund, mit dem es zu wuchern gilt). Und ich denke, so wie mir ergeht es vielen Hausbesitzern. „Otto Normalverbraucher“ hat sich seine Immobilie sozusagen vom Mund abgespart. Die eigenen vier Wände sollen in Ordnung sein und bleiben, aber sie dürfen einem auch nicht „die Haare vom Kopf fressen“. Und das tut bei einem durchschnittlichen Einkommen die Investition in diese neuen Technologien. Sie tut es, solange es dafür nicht eine 100%-Bezuschussung gibt. Wohlgemerkt, keine zinsgünstigen Kredite, nein, denn die Restfinanzierung kann sich auch kein Normalverdiener leisten.

Und insofern ist die CO2-Debatte, die an unser schlechtes Gewissen appelliert, unredlich.  Der Bürger, der nun wiederum alles bezahlen soll, die Bürger Europas, haben in den letzten Jahrzehnten viel getan. Unbeschadet dessen, daß der CO2-Ausstoß als Ursache einer globalen Erwärmung unbewiesen ist, wären nun erst mal andere am Zuge. Zum Beispiel diejenigen, die skrupellos und weiterhin die Regenwälder des Amazonas abholzen und brandroden, den dortigen Eingeborenen die Lebensgrundlage entziehen und dazu beitragen, daß immer weniger Wald immer weniger CO2 verarbeiten und binden kann.

Wie auch hierzulande niemals die Rede davon ist, daß die nun so „schicken“ (und teuren!) Holz-Pellet-Heizungen ihren Beitrag dazu leisten, daß der Anteil naturnah bewirtschafteter Wälder (insbesondere die privaten Forste) wieder rückläufig ist. Und damit, dies ist eine Naturgesetzlichkeit, ebenfalls zu einem Anstieg ungebundenen Kohlendioxids beiträgt.

 

Ein schönes Winterbild zum Abschluß

Winter in Kallmünz, Landkreis Regensburg, Oberpfalz, Bayern, die zugefrorene Naab mit Blick auf die alte Brücke und die Altstadt. Kallmünz ist übrigens noch heute eine Künstlerkolonie, eine Rolle, die zu Beginn des 2o. Jahrhunderts begründet worden ist. Hier in der Stadt am Zusammenfluss von Naab und Vils verlobte sich übrigens Wassily Kandinsky mit seiner Malerkollegin Gabriele Münter.

 

Ähnliche Artikel:

  1. Ein Erbe, Last, Aufgabe und Passion
  2. Wetter aus meinem Fenster
  3. Klimakiller Auto? Oder eher CO2-Lüge?

Das Weltuntergangs-Schreckens-Szenario von der globalen Erwärmung

10. Dezember 2009

Der Artikel Mythos Treibhauseffekt von Thomas Eppinger zum Klimagipfel in Kopenhagen war mir der Aufhänger, nach langer Enthaltsamkeit mich auch mal wieder dieses Themas anzunehmen.

Nach langer Enthaltsamkeit, weil ich Klimakatastrophe, Klimawandel, fünf vor zwölf und all diese auch medial aufgebauschten Schlagworte kaum mehr hören kann. Zu sehr erinnert mich das Ganze an Nostradamus und andere mittelalterliche Weltuntergangs-Szenarien.

Und alle Schreckens-Szenarien dieser Welt hatten und haben ein Ziel: Menschen zu beeinflussen, von Dingen zu überzeugen, von denen sie ohne diese Szenarien schwer zu überzeugen wären.

Und nur mit solchen Szenarien, die an die existenzielle Urangst appellieren, die Ratio ausblenden, kann es gelingen, Menschen zu völlig irrationalen Dingen zu bewegen. Aufs Auto zu verzichten, keine Kaffeemaschinen mehr zu benutzen und auch wieder eine normale Zahnbürste anstatt einer elektrischen. Derweil Al Gore im klimatisierten Auto zu seinen Vorträgen fährt.

Und  Windräder und Solaranlagen schießen wie Pilze aus dem Boden. Ein enormes wirtschaftliches Potential. Keine Frage. Und das will auch verkauft werden. In öffentliche und private Hände. Gegen gutes Geld. Mein gutes Geld.

Die Energiebilanz von Eigenheimen wird zum Faktor dessen, was ein Haus wert ist. Noch wert ist, wenn man es veräußern will. Oder vermieten. Manchmal ist es dann plötzlich gar nichts mehr wert. Ohne vorher satt zu investieren.

Und da sind wir bei den massiven wirtschaftlichen Interessen, die auch bei der Abwrackprämie ausschlaggebend waren. Klimaschutz als Deckmäntelchen für Umsatz und Gewinn. Macht dem Verbraucher ein gutes Gewissen. Er hat was für den Umweltschutz getan. Klappt eben mit Weltuntergangsstimmung …

P.S.:

Ich bin Naturfreund. Ich bin pro Natur und Umwelt. Für Biotope und Artenvielfalt. Gegen Zersiedelung und Landschaftszerstörung. Aber gegen Panikmache.

Schlittenhund in Grönland

En passant bemerkt: Natürlich verfügen wir über sehr gutes und symbolhaftes Bildmaterial auch zu der Thematik globale Erwärmung. Grönland von meinem Kollegen Günter Lenz (von dem auch das Foto des Eisberges ganz oben in diesem Artikel stammt). Auf unserem Mecom-Pool und unserer britischen Partneragentur fotoLIBRA.

Links:

  1. Unsere Bilder bei Mecom (Eisberge und Gletscher)
  2. Mit dem Hundeschlitten durch Grönland
  3. Klimakiller Auto?
  4. Ich fahre CO2-arm
  5. Der Winter hat Deutschland fest im Griff
  6. Der Winter will nicht weichen
  7. Ein paar Winterbilder: 12. Februar 2009
  8. April, April …
  9. Jahreszeiten – Wetter
  10. Ende der Abwrackprämie
  11. Unsinn Abwrackprämie
  12. Abenteuer Natur
  13. Mein Natur-Blog

Ich habe noch ein paar Artikel zum zeitgeistigen „Mainstream“ im Angebot:

  1. Wenn Fitness zur Sucht wird
  2. Nichtraucherschutz in den Medien?
  3. Stress und Burnout machen krank (und dick)

Herbstliche Impressionen aus der Pfalz

20. Oktober 2009

Die Aufnahmen des folgenden Clip entstanden rund um unseren Garten in der Südwestpfalz.

So einen frühen Wintereinbruch wie den am 14. Oktober habe ich übrigens die letzten 35 Jahre nicht mehr erlebt.

Wir nutzten die Zeit, den Garten winterfest zu machen.

Die Keramiken wurden in die geschützte Terrassenecke gepackt, die Kübel mit Oleander und Hibiskus kamen ins Winterquartier und unser Terrassentisch wurde eingepackt und die Abdeckfolie mit Steinen beschwert, um auch in diesem Winter unseren Stürmen trotzen zu können.

Alles für den Winter gerüstet

Alles für den Winter gerüstet

 Halt alle üblichen Arbeiten, die rechtzeitig erledigt werden müssen, bevor der erste Schnee kommt und es dauerhaft frostig wird.

Zugleich nutzten wir noch die Gelegenheit, uns ein paar „Farbtupfer“ für unsere Staudenbeete zu organisieren. Kürbisse sind Farbtupfer im Herbst, beliebt auch bei Hobby-Gärtnern zur Dekoration im naturnahen Bauerngarten. Eine vielfältige Auswahl nicht nur an Zierkürbissen, sondern auch an Speisekürbissen (sowie an Marmeladen, Weinen und Schnäpsen) bietet der besuchenswerte Kürbishof im pfälzischen Birkenhördt.

Nicht nur unsere herbstlich-winterlichen Kürbis-Dekorationen finden Sie in unseren Gartentipps (und schauen Sie bei uns durchaus mal auch im Sommer vorbei, gerne bieten wir Ihnen verschiedene Kurse an, nicht nur in der Gestaltung eines naturnahen Gartens).

 

Von der Leichenhalle zum Kulturzentrum: der Carolinensaal auf dem Alten Friedhof in Pirmasens

Es boten sich uns, nachdem wir alles erledigt hatten, ein paar Stunden der Muse. Wir nutzten sie, um eine wenig bekannte Attraktion aufzusuchen, den „Alten Friedhof“ meiner Heimatstadt Pirmasens.

Der Alte Friedhof in Pirmasens übte auf mich schon immer eine große Faszination aus. Zum Teil finden sich noch Grabmale aus seiner Entstehungszeit im Jahr 1740. Besonders im November, um die Zeit der „Stillen Feiertage“ war ich seit langen Zeiten dort mit der Kamera unterwegs. Meine Fotos (in aussagestarkem Schwarzweiß und Sepia sind übrigens auch bei RedBubble als Poster oder Postkarten zu erwerben (mein Shop).

Ostfriesische Impressionen – Meer und mehr

24. September 2009

Wer Ostfriesland kennt, der weiß, daß Ostfriesenwitze im Wesentlichen der Grundlage entbehren. Der Ostfriese ist keineswegs ein Dummbeutel. Eher ist er schlau. Manche mögen auch Bauernschläue dazu sagen. Und viele dieser Nordlichter und Küstenbewohner sind sogar noch nicht mal wortkarg. Die kriegen in der Tat mehr raus als ein „Moin!“. Also, die sind echt freundlich, die Ostfriesen. Wirklich. Gut, ich muß zugeben, ich habe mir eine Frau von der Küste „geangelt“ und da war ich als „Südeuropäer“ vielleicht doch etwas schneller „integriert“ als andere.

 

Ostfriesland und der Tee

In Ostfriesland Tee zu trinken, das ist etwas ganz Besonderes. Denn da gibt es ein paar Besonderheiten zu beachten. Die sollte man schon kennen, wenn man in Ostfriesland eine Teestube besucht. So wie diese rustikal in dunkel gehaltene in Neuharlingersiel mit ostfriesischer Keramik in typischem Muster in blau und weiß.

Es gibt auch die feine Art, mit feinem Geschirr, durch das man fast durchsehen kann, so edel ist das Porzellan.

Doch gleich, ob „rustikal“ oder „gediegen“, die Zeremonie mit dem Ostfriesentee ist immer die gleiche, ob der Tee nun von Bünting stammt, von Thiele oder Onno Behrends:  wird zuhause mit Gästen Tee getrunken, so gießt sich immer der oder die, welcher bzw. welche den Tee gekocht hat, zuerst ein. Das ist keine Unhöflichkeit, im Gegenteil, der „Verursacher“ probiert, ob der Tee auch wohlgeraten ist. In der Teestube übernimmt die Probierrolle im Regelfall die Frau, bei mehreren anwesenden Frauen die Älteste (weil die naürlich auch die größte Erfahrung mit Tee hat!). Erst dann sind die anderen Teetrinker dran.

Da wird aber nicht einfach eingegossen! Als erstes kommen die Kluntje in die Tasse, der spezielle weiße Kandiszucker. Die werden mit dem heißen Tee übergossen. Das knackt herrlich! Wer mag, der nimt dann mit dem Sahnelöffel Sahne. Die wird mit dem gewissen „Schisslaweng“ in elegantem Bogen in die Tasse gegeben, so daß sich im Tee kleine weiße Wölkchen bilden. Der „Schisslaweng“ ist eine echte Kunst. Und keineswegs wird umgerührt! Weder den Zucker, noch die Sahne. Der Zucker muß sich von ganz alleine auflösen. Die Sahne darf den Teegeschmack nicht überdecken.

 

Ostfriesische Hochzeitsbräuche

Interessant auch, wie in Ostfriesland eine Silberhochzeit gefeiert wird.

Da wird nicht nur einfach eingeladen und gefeiert, nein, da sind erstmal die Nachbarn und Freunde tatkräftig gefragt. Da werden Haus- und Garteneingang geschmückt, mit einem sogenannten Brautbogen (aus Tannenzweigen, Papier-Rosen, Girlanden usw.).

Und damit dabei niemand verdurstet, bzw. bei kaltem Wetter erfriert, wird üppig Schnaps getrunken (Krüden, Genever, Aufgesetzter).

Dazu gehen die „Mädels“ mit den Pullen rum. Bei dieser Silberhochzeit soll glaubhaften Gerüchten zufolge der Fotograf (meine Wenigkeit), der ja außer knipsen sonst nix zu tun hatte, ganz schön reichlich von allem zugelangt haben. Ach übrigens, das links im Bild, das ist sie, meine Frau vom Deich …