Tagebuch Bretagne (VII)

Dieser Tagebucheintrag wird so etwas wie eine Hommage an unsere Autos, mit denen wir in den letzten 10 Jahren die Bretagne bereisten.

Honda und Peugeot

Honda und Peugeot

Wir lieben sportliche Fahrzeuge. Und die sind auch gerade das richtige für die teilweise sehr engen und kurvenreichen bretonischen Landstraßen.

Seit unserem ersten Aufenthalt 1999 bis zum Jahr 2001 treue Dienste leistete uns unser Honda Integra Type R.

Honda Integra Type R, 190 PS, 230 km/h

Honda Integra Type R, 190 PS, 230 km/h

Er war eigentlich ein für die Straße zugelassener Rennwagen, wenn man’s mal genau nimmt. „Grollen, fauchen, jubeln“, so charakterisierte der Prospekt seine Motorcharakteristik.

Und er fand Bewunderer bei den autoversessenen Franzosen. Weil er so selten war. Aber gerade in der Bretagne sind wir zweimal einem französischen Integra begegnet! Schon 1999 auf der Straße von Cherrueix nach Avranches kam uns einer entgegen. Weiß, wie unserer. Und wir beiden Fahrer haben uns im Vorbeifahren erst erstaunt angesehen und dann begeistert zugewunken. Ein Jahr später standen wir an der Barrage du Rance bei Saint-Malo genau neben einem, als wir warten mussten, weil die Brücke gedreht war, um ein Schiff durchzulassen.

Interessant im Zusammenhang mit dem Integra, den wir 1999 gekauft hatten, die abenteuerliche Geschichte unserer ersten Anreise in die Bretagne.

Wir waren im Jahr zuvor in der Normandie gewesen, in Port-en-Bessin, und dort wollten wir eigentlich wieder hin. Wir hatten nicht gebucht und völlig übersehen, daß zum Zeitpunkt unserer Anreise damals die totale Sonnenfinsternis stattfinden sollte. Und die sollte just in dem Teil der Normandie, den wir ansteuerten, besonders gut zu beobachten sein.

Langer Rede kurzer Sinn: wir fanden nirgendwo, aber wirklich nirgendwo, eine Übernachtungsmöglichkeit. Alles war ausgebucht! „Desolé, nous sommes complét!“ Das war der Satz dieser Nacht, auch noch im schäbigsten Motel. Wir sind die ganze Halbinsel Cotentin die Küste entlanggefahren. Früh um 3:00 Uhr stellten wir uns in Avranches auf einen Parkplatz und schliefen etwas. Nach einem Frühstück am Mont-Saint-Michel fuhren wir weiter Richtung Saint-Malo. Hatten auch dort wieder dreimal Pech, bis wir letztendlich im Hotel Ibis auf dem Sillon ein Zimmer fanden.

Die Route unserer Tour durch die normannische Nacht bis nach Saint-Malo auf dem nachstehenden Bild.

Unsere Route durch die Nacht

Unsere Route durch die Nacht

Nachdem wir endlich eine Unterkunft in Saint-Malo gefunden hatten, konnten wir auch dann in aller Ruhe die Sonnenfinsternis beobachten.

Totale Sonnenfinsternis; man muß eine Schutzbrille tragen

Totale Sonnenfinsternis; man muß eine Schutzbrille tragen

Auf jeden Fall aber hat sich der Wagen mit seinen roten veloursledernen Recaro-Rennschalensitzen bewährt. Sogar zum Schlafen. Das war gar nicht so unbequem.

Irgendwann aber beschlossen wir, uns wieder ein offenes Auto zuzulegen. Vor dem Integra hatten wir einen Honda CRX del sol Targa.

Honda CRX und Honda Integra

Honda CRX und Honda Integra

Und Frischluft- und Naturfreunde mögen einfach offene Autos.

Was gibt es schöneres, als sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen?

So kauften wir uns rechtzeitig vor der Fahrt in die Bretagne im Jahr 2002 unseren ersten Honda S2000 Roadster.

Port Bara auf der Halbinsel Quiberon

Port Bara auf der Halbinsel Quiberon

Wir waren in diesem Jahr zum ersten Mal im Morbihan und auf Quiberon. Unbeschreiblich, wie toll es ist, bei stürmischer Atlantikbrise die Corniche entlang der Côte Sauvage zu cruisen.

Unsere beiden S2000 auf Quiberon

Dem Fahrspaß mit diesem 240-PS-Boliden (und seinem silbernen Nachfolger, nachdem uns 2004 eine Nürnberger Ärztin auf der „Jagd“ in ihre Praxis den roten zum Totalschaden gecrasht hatte) haben die Benzinpreise ein Ende bereitet. Der schluckte nur teuerstes Super Plus. Aber ein Cabrio sollte es schon weiterhin sein. Gottseidank kam 2007 der Peugeot 207 CC auf den Markt und wir haben einen der ersten erstanden.

Port Haliguen, Quiberon

Port Haliguen, Quiberon

Mittlerweile ist er Deutschlands beliebtestes Cabrio und auch ich habe mich nun daran gewöhnt, nicht mehr 240, sondern „nur noch“ 120 PS zu bewegen.

Und wir sind jetzt als Frankophile (und Frankophone)  in Frankreich „standesgemäß“ auch mit einem französischen Auto unterwegs.

Weiter geht es mit Sehenswürdigkeiten im Department Ille-et-Vilaine.

5 Antworten to “Tagebuch Bretagne (VII)”

  1. Franz Roth Says:

  2. Franz Roth Says:

  3. Franz Roth Says:

  4. Franz Roth Says:

    Über den Peugeot 207 CC, Deutschlands beliebtestes Cabrio.

  5. Franz Roth Says:

    Sportwagen, nicht nur Männersache:

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