Posts Tagged ‘Altmühltal’

Trauriges Schicksal eines wertvollen Bauwerks

24. Juni 2009
Jurahaus - Baudenkmal - kulturelles Erbe

Jurahaus - Baudenkmal - kulturelles Erbe

Kein Schmuckstück für das ansonsten so adrette Kinding im Altmühltal (Landkreis Eichstätt) ist der ehemalige Gasthof zur Post, der nunmehr schon seit Jahrzehnten unbewirtschaftet ist und leersteht. Es ist eines jener bemerkenswerten typischen Altmühltaler Häuser und steht als historische Bausubstanz unter Denkmalschutz. Verständlicherweise ist es nicht leicht, einen Eigentümer, dem der Abbruch seines Baudenkmals versagt wurde, für eine Instandsetzungsmaßnahme zu gewinnen. Auch wenn seinem Gebäude ein überregional bedeutender städtebaulicher und/oder baugeschichtlicher Rang zukommt. Der seit vielen Jahren leerstehende, lange Zeit durch Vandalismus und durch Schäden in der Steinplattendeckung gefährdete Gasthof Post (Marktplatz 3) in Kinding soll nun, nach Abschluss der architektonischen, statischen und restauratorischen Voruntersuchungen sowie nach den unternommenen Notsicherungsarbeiten einer Außeninstandsetzung zugeführt werden. Der Pfettendachstuhl des eindrucksvollen Baus mit dem proportional sehr harmonischen barocken Vorschussgiebel konnte zwischenzeitlich dendrochronologisch auf 1616 datiert werden. Die Fassaden wiederum wurden um 1710, als man wohl eine Poststation einrichtete, in den Flächen sehr aufwendig mit grüner Erde gefasst und mit hellen barocken Gliederungen und Fensterfaschen versehen. Damit haben die Untersuchungen die hohe Qualität des Gebäudes vertieft und bestätigt.

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Mehr Infos zu Jurahäusern: http://www.jurahaus-verein.de/

Ähnlicher Artikel: Die Villa Loeser in Pirmasens

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Steine, Steine und nochmals Steine

17. Juni 2009
Steine im Garten

Steine im Garten

Steine sind ein schönes Gestaltungselement im naturnahen Garten. Sie geben Beeten und Rabatten oftmals den letzten Pfiff. Sie werden zu Gefährten der Pflanzenwelt. Sie sind natürliche Gestaltungselemente. Sie lassen einen Garten natürlich wirken. Wie in der Natur „gewachsen“. Sie haben das Flair des „wild-romantischen“.

Und sie haben, ganz nebenbei, noch einen echten Nutzeffekt: sie speichern und reflektieren Sonne und Wärme. Wofür die Pflanzenwelt gerade in einem etwas mediterran ausgerichteten Bauerngarten dankbar ist.

Terrassengestaltung

Terrassengestaltung

Auf der Terrasse dekorativ arrangiert vermögen sie darüber hinaus, gemeinsam mit sonstigen Deko-Artikeln, wie Steingut, Keramik, Kübeln und Töpfen, auch ansonsten eher etwas fad und langweilig wirkende Waschbetonplatten aufzupeppen.

Und von besonderer Schönheit sind Natursteine. Findlinge in unterschiedlichen Größen. Und es macht Spaß, sich auf die Suche nach ihnen zu begeben. Bei Ausflügen Ausschau zu halten nach neuen Stücken am Wegesrand. Es kann da eine richtiggehende Sammelleidenschaft entstehen. Der sommerliche Sonntagsausflug kriegt da ganz neue Aspekte.

Für uns liegt der Reiz bei unseren Steindekos auch darin, ganz unterschiedliche Stücke, aus verschiedenen Regionen, zusammen zu drappieren. Den roten Buntsandstein aus dem Pfälzerwald zum Beispiel mit dem hellen Kalkstein aus dem Fränkischen Jura. Etwa aus den Abraumhalden der Steinbrüche bei Eichstätt im Altmühltal.
Steinbruch bei Eichstätt im Altmühltal

Steinbruch bei Eichstätt im Altmühltal

Steinbruch, Eichstätt, Regierungsbezirk Oberbayern *** Jura Marmor, auch Jura oder Jurakalk und selten Treuchtlinger Marmor genannt, ist der Handelsname eines hellgelben bis blaugrauen fossilreichen Kalksteins aus dem oberen Malm des Treuchtlinger Raums, welcher geografisch zur Fränkischen Alb gehört. Hauptabbauorte sind im Raum Titting – Kaldorf zu finden. Das Alter des Jurakalksteins ist mit ca. 140 bis160 Millionen Jahre anzusetzen. Die Mächtigkeit der nutzbaren Gesteine beträgt ca. 50,0 m und die einzelnen Schichten (Lokalbezeichnung: Farbschichten) sind bis 1,6 m dick. Die Kalke sind durch Mergellagen voneinander getrennt. Die Größe der abgebauten Blöcke hängt von den natürlichen Klüften und Spalten ab. Der bekannteste Jurakalk ist Jura gelb. Die gelbe Farbe kommt durch den Anteil an Limonit zustande. Die zweithäufigste Variante ist Jura grau. Wie der Name sagt, herrschen hier graue Farbtöne vor. Mit Jura bunt wird Material, welches aus einer Bank zwischen den grauen und gelben Varietäten abgebaut wird, bezeichnet. Seltenere Farben sind Jura nuss, eine eher bräunliche Variante, und Jura rahmweiß die aus einer hellgelben Zone gewonnen wird.

Die Steine aus dem Altmühltal gehen dann auf den Weg in die Pfalz. Und mit Glück finden sie dabei unterwegs schon rote Begleiter (man kann sich ja schon mal miteinander bekanntmachen).

Von Bayern in die Pfalz

Von Bayern in die Pfalz

Und man braucht dazu nicht zwingendermaßen einen Kombi! Ich möchte da mal wirklich die Werbetrommel rühren für den kleinen Franzosen-Flitzer Peugeot 207 CC, ein wahrhaft alltagstaugliches Fun-Fahrzeug, dessen Kofferraum über ein durchaus bemerkenswertes Fassungsvermögen verfügt. Und der auch mit dem Kofferraum voller Steine noch abgeht wie eine Rakete. Und das mit hervorragenden CO2-Werten. Ganz nebenbei bemerkt.

Cabrio und "Lastwagen": der Peugeot 207 CC

Cabrio und "Lastwagen": der Peugeot 207 CC

Ganz ohne „Qual“ geht es natürlich nicht ab. Erst mal müssen die Brocken eingeladen werden. Und natürlich auch wieder rausgewuchtet, in den Garten geschafft und dort arrangiert. Das verlangt schon etwas Muskelkraft. Trainiert aber den ganzen Körper. Statt Gewichte stemmen im Fitness-Studio Steine schleppen. Sehr empfehlenswert. Für mich persönlich eine optimale Ergänzung zum „Gewichte-Stemmen“ mit dem 300-er Tele! 

Appetit gekriegt?

Dann beachten Sie bitte auch unsere Gartentipps und unser Workshop-Angebot.

Naturwunder „Steinerne Rinne“

1. Juni 2009
Die "Steinerne Rinne" bei Rohrbach

Die "Steinerne Rinne" bei Rohrbach

Ein Naturwunder besonderer Art findet sich am Rande des Naturparks Altmühltal im mittelfränkischen Rohrbach (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen):

Eine sogenannte Steinerne Rinne.

Ein Bach hat sich quasi seinen eigenen Damm gebaut

Ein Bach hat sich quasi seinen eigenen Damm gebaut

Das ist ein Bach, der sich sozusagen selbst einen Damm gebaut hat.

Eine Steinerne Rinne ist ein Rinnsal, das im Karst in einem durch Kalktuffablagerung (Quellkalk-Ablagerung) entstandenen Hochbett aus Travertin fließt. – Die „Steinernen Rinnen“ stellen eine geologische Besonderheit dar. Im Normalfall wird durch das fließende Wasser in der Regel Erdreich abgetragen. Bei der „Steinernen Rinne“ geschieht jedoch genau das Gegenteil. Überwiegend an Waldhängen sammelt sich in unterirdischen Becken kalkreiches Wasser. Eine Tonschicht verhindert das weitere Versickern. Sobald nun das Wasser an die Oberfläche tritt, bildet sich aus dem Sauerstoff der Luft und dem kohlensauren Kalk des Wassers der so genannte Kalktuff. Dieser überzieht dann Moose, Blätter und kleine Äste, wodurch im Laufe von vielen Jahren ein Damm gebildet wird. Auf diesem läuft in einer Rinne das kalkreiche Wasser des Bächleins dahin. Die besonders schöne, 80 Meter lange und bis zu 1 Meter hohe (pro Jahr wächst die Rinne im Schnitt um maximal 1 cm), Steinerne Rinne von Rohrbach (Gemeinde Ettenstatt, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken) befindet sich in einem Laubwald, der eine üppige Bodenflora aufweist (Moose, Farne und zahlreiche Blütenpflanzen.). Kleine Wasserfälle und Seen im Kleinformat sorgen für eine Unterbrechung des schnellen Wasserlaufes. Moose, Gräser und Feuchtigkeit liebende Blumen.

Bei Meinheim, auch im Naturpark Altmühltal, findet sich eine weitere Steinerne Rinne.

Wie wird das Osterwetter?

8. April 2009
Im Biergarten

Im Biergarten

Das wär’s doch: Sonnenschein zum draußen sitzen, im Biergarten oder im Eiscafé.

Eis essen

Eis essen

Die freien Tage nutzen für einen Ausflug (eine Ausfahrt) nach draußen in die erwachende Natur.

Ausflug

Ausflug

Zum Beispiel ins schöne Wiesent-Tal in der Fränkischen Schweiz.

Fränkische Schweiz

Fränkische Schweiz

Das ist auch was für Kurzentschlossene, die nicht im Dreieck Nürnberg – Bamberg – Bayreuth beheimatet sind. Infos auch zu Unterkunftsmöglichkeiten für einen Wochenendtrip auf der Website der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz.

Noch ein Highlight in der Oberpfalz:

Der Mittelpunkt Mitteleuropas

Der Mittelpunkt Mitteleuropas

Bei Hildweinsreuth (das liegt in der Nähe von Flossenbürg) findet sich der Mittelpunkt Europas. Jedenfalls der von Mitteleuropa. Denn auch das nicht weit entfernte Neualbenreuth reklamiert für sich, den Mittelpunkt Europas zu besitzen.

Dazu aus Wikipedia:

…. Da es auch noch andere Ortschaften gab, die sich diese Eigenschaft zusprachen, ließen Redakteure der Sendung „Bayern, wo’s kaum einer kennt“ des Bayerischen Rundfunks den Mittelpunkt Europas vor Jahren neu vermessen. Das Institut für Geographie der Universität München, das den Auftrag ausführte, kam zu dem Ergebnis, dass der Mittelpunkt etwas südlicher, und zwar in Hildweinsreuth bei Flossenbürg in der Nördlichen Oberpfalz zu suchen ist.

In Neualbenreuth kann man übrigens im Sibyllenbad der Wellness fröhnen.

Apropos Oberpfalz: die gehörte ja früher mal zur Pfalz (der Rheinpfalz bzw. Kurpfalz) und nannte sich „Der Pfalz Land in Bayern“. Heidelberg und Amberg waren die jeweiligen Hauptstädte.

Drum auch noch einen Ausflugstipp für die Pfalz.

Hambacher Schloß

Hambacher Schloß

Das Hambacher Schloß, in Hambach, einem Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße. Das Hambacher Schloß gilt – zusammen mit der Paulskirche in Frankfurt – gemeinhin als die Wiege der deutschen Demokratie.

Nun denn, also „Frohe Ostern!“

Ziege säugt Zicklein, Altmühltal

Ziege säugt Zicklein, Altmühltal